Pressemitteilung

dib-Report 2013: Benchmarking im Ideenmanagement

Gute Ideen bringen über eine Milliarde

  • Verbesserungsvorschläge im Schnitt rund 640 Euro wert
  • Doppelt so viele Vorschläge wie noch ein Jahr zuvor
  • Jeder dritte Mitarbeiter beteiligt sich am Ideenmanagement
  • Chemieindustrie zahlt Höchstprämie von 171.000 Euro

Frankfurt/Stuttgart – Unternehmen in Deutschland profitieren von den guten Ideen ihrer Mitarbeiter in Milliardenhöhe. Jeder Verbesserungsvorschlag brachte 2012 im Schnitt einen Nutzen von 640 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der „dib-Report 2013 Benchmarking im Ideenmanagement“. Die repräsentative Studie des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib) beruht auf einer aktuellen Online-Befragung von 145 Unternehmen und öffentlichen Körperschaften mit rund 1,6 Millionen Beschäftigten. Die Teilnehmer erzielten im vergangenen Jahr einen Nutzen in Höhe von insgesamt 1,15 Milliarden Euro.

Auf Basis der Teilnahme am dib-Report 2013 wurden die besten Unternehmen in 13 Branchen mit dem DeutscherIdeenPreis 2013 in der Kategorie „Bestes Ideenmanagement“ ausgezeichnet. Zu den Gewinnern zählen namhafte Unternehmen wie AUDI, BASF, Bosch, Brose, Deckel Maho, GEA, die Gemeinde Gersheim, Hoerbiger, Landesbank BW, Steag, tempus, Viessmann und WESO.

„Der globale Wettbewerb fordert von Unternehmen zunehmend die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung“, sagt Sarah Dittrich, Leiterin Ideen- und Innovationsmanagement beim dib. „Der dib-Report 2013 liefert valide Basiskennzahlen zu Ressourcen, Ausgestaltung und Zielen des Ideenmanagements in der Wirtschaft und in öffentlichen Institutionen.“

Als erfreulichen Trend registriert die Studie gegenüber 2011 eine Verdopplung der Zahl der Vorschläge pro 100 Mitarbeiter von 81 auf 164. Diese Entwicklung geht auf die positive Entwicklung in der innovationsfreudigen Metall und Aluminium verarbeitenden Industrie zurück: Dort hat sich die Vorschlagsquote von 374 auf 586 Ideen pro 100 Mitarbeiter erhöht. Über dem Durchschnitt liegen auch die Eisen- und Metallindustrie (246), Dienstleistung, Handel, Bildung (237), die Automobilzulieferer (214), der Maschinen- und Anlagenbau (186) und die Elektroindustrie (179). Die wenigsten Ideen reichten die Beschäftigten von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern mit 15 Vorschlägen pro 100 Mitarbeiter ein.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich wie 2011 rund ein Drittel (31 Prozent) der Mitarbeiter in den befragten Unternehmen regelmäßig am Ideenmanagement. Die Automobilzulieferer (53 Prozent), die Metall und Aluminium verarbeitende Industrie (52 Prozent) und die Elektroindustrie (39 Prozent) haben hier die Nase vorn.

Ein effizientes Ideenmanagement zahlt sich für die Unternehmen in Euro und Cent aus: Die Robert Bosch GmbH realisierte im Jahr 2012 mit 215 Millionen Euro erneut den größten Nutzen der analysierten Unternehmen, gefolgt von Siemens (145 Mio.), Volkswagen (119 Mio.), AUDI (115 Mio.), Deutsche Telekom (103 Mio.), RWE (78 Mio.) und Daimler (61 Mio.). Führend bei den Nutzenquoten sind die Energiebranche mit 1.594 Euro pro Mitarbeiter, die Automobilzulieferer (1.383 Euro) sowie die Elektroindustrie (1.213 Euro).

Auch für die Mitarbeiter lohnt es sich nach wie vor, über Verbesserungen nachzudenken, allerdings sinken die ausgezahlten Prämien weiter. Die analysierten Unternehmen schütteten im Jahr 2012 insgesamt 119 Millionen Euro aus verglichen mit 129 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die durchschnittlich gezahlte Prämie pro Mitarbeiter ging von 90 auf 74 Euro zurück. Die mit 171.000 Euro höchste Prämie wurde in der chemischen Industrie ausgezahlt. Drei Mitarbeiter der BASF SE in Ludwigshafen hatten die Idee, die Luftkühler in ihrem Betrieb so umzubauen, dass die volle Produktionskapazität einer Anlage zur Herstellung von Lösemitteln auch bei hohen Außentemperaturen genutzt werden kann. Dies war wegen mangelnder Kühl- und Kondensationsleistung bisher nicht möglich. BASF spart dadurch mehr als 2,5 Millionen Euro pro Jahr.

Weitere Informationen:
dib Deutsches Institut für Betriebswirtschaft
Sarah Dittrich
Leiterin Ideen- und Innovationsmanagement
Telefon 069.97.165-23
E-Mail: sarah.dittrich@dib.de
Internet: www.dib.de

Anhang:
Branchensieger und Gewinner des DeutscherIdeenPreisesTM 2013

Auf Basis des dib-Report 2013 ermittelte das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft folgende Branchensieger und Gewinner.
Aluminium und Metall verarbeitende Industrie
Unternehmen bis 1.000 MA --> Viessmann Werke Berlin GmbH
Unternehmen bis 1.000-5.000 MA -->  Viessmann Werke GmbH & Co. KG Allendorf
Automobilzulieferer
Unternehmen bis 1.000 MA --> HOERBIGER Antriebstechnik GmbH
Unternehmen bis 1.000-5.000 MA -->  Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Coburg
Unternehmen über 5.000 MA --> Robert Bosch GmbH
Automobil    AUDI AG
Banken, Sparkassen, Versicherungen -->  Landesbank Baden-Württemberg
Chemie --> BASF Coatings GmbH
Dienstleister --> tempus GmbH
Eisen- und Metallindustrie --> WESO-Aurorahütte GmbH
Elektroindustrie   Viessmann – Elektronik GmbH
Energie --> STEAG Power Saar GmbH / STEAG New Energies GmbH
Verkehr, Logistik, Luft-/Raumfahrt --> Viessmann – Logistik International GmbH
Maschinen- und Anlagenbau
Unternehmen bis 1.000 MA --> DECKEL MAHO Seebach GmbH
Unternehmen bis 1.000-5.000 MA --> DECKEL MAHO Pfronten GmbH
Unternehmen über 5.000 MA --> GEA Group AG
Öffentliche Körperschaften --> Gemeinde Gersheim
Sonstige --> Viessmann – IT Service GmbH


Pressekontakt:
Dr. Torsten Knödler
Telefon +49.711.7861-2075

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