Fahrerlaubnisprüfungen

Alles, was Sie zur Theorie- und Praxisprüfung wissen müssen

Termine für die theoretische und praktische Prüfung zur Fahrerlaubnis vereinbart in der Regel Ihre Fahrschule für Sie. Die Dienstleistungen von DEKRA als autorisierte Prüfstelle basieren auf Gesetzen wie der Fahrerlaubnisverordnung (FeV), dem Kraftfahrsachverständigengesetz (KfSachvG), dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) und dem DEKRA Qualitätsmanagementsystem für das Fahrerlaubniswesen. Die Gebühren für die Fahrerlaubnisprüfung sind gesetzlich festgelegt.

Gut vorbereitet zur Führerscheinprüfung

Fahrerlaubnisprüfungen werden von der Technischen Prüfstelle beim DEKRA e.V. Dresden betreut. In sechs Landesstellen und 20 Dienststellen sind über 270 Prüfer ausschließlich für Fahrerlaubnisprüfungen verantwortlich. Bitte beachten Sie: Die Anmeldung zur praktischen Prüfung kann erst nach Bestehen der theoretischen Prüfung und frühestens einen Monat vor dem Erreichen des Mindestalters abgelegt werden.

Zur theoretischen und praktischen Prüfung bringen Sie bitte mit:

  • Personalausweis oder Reisepass oder das von der Behörde benannte Personaldokument
  • Ausbildungsbescheinigung der Fahrschule

Prüfungsgebühren zur Erlangung einer Fahrerlaubnis:

  • Klasse A:
    • Theorieprüfung 22,49 Euro
    • Praktische Prüfung 121,38 Euro
  • Klasse B:
    • Theorieprüfung 22,49 Euro
    • Praktische Prüfung 91,75 Euro

Über die Gebühren für weitere Fahrzeugklassen informieren wir Sie gerne auf Anfrage.

 

 

Seien Sie gelassen!

Wir haben zusammen mit der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie sich gezielt auf Prüfungsablauf und Prüfungsatmosphäre einstellen können.

Im Vorfeld Prioritäten setzen:

  • Planen Sie für eine gute Fahrausbildung ausreichend Zeit ein.
  • Lassen Sie sich nicht zum vorzeitigen Abschluss der Ausbildung drängen.
  • Legen Sie den Prüftermin nicht in zeitliche Nähe anderer Prüfungen (z. B. Abitur, Bewerbungen).
  • Vermeiden Sie einen Prüftermin unmittelbar vor Urlaubsreisen oder Umzügen.

Gut vorbereitet losfahren:

  • Wählen Sie am Prüfungstag leichte und luftige, bequeme Kleidung.
  • Denken Sie bei Zweiradprüfungen an Schutzkleidung und festes Schuhwerk.
  • Sorgen Sie für ein optimales Blickfeld (keine Sonnenbrille, keine Haare im Gesicht).
  • Klären Sie vor der Prüfung, wie das Auto belüftet werden kann (Klimaanlage, Gebläse, Schiebedach, Fenster).

Unterwegs gelassen bleiben:

  • Schon in der Ausbildung sollte bei Bedarf ein eigenes, individuell passendes Anti-Nervositätsprogramm für die Prüfung zusammengestellt werden.
  • Üben Sie zum Ende der Ausbildung bereits Prüfungsfahrten.
  • Gegen Schweißausbrüche halten Sie ein Hand- oder Erfrischungstuch bereit.
  • Falls plötzlich Beine oder Hände zu zittern beginnen, erbitten Sie eine kurze Pause.
  • Sprechen Sie mit der Prüferin oder dem Prüfer, wenn Sie Anweisungen oder Anmerkungen nicht verstanden haben.
  • Bleiben Sie gelassen, wenn der Summer der Fahrlehrerpedale ertönt.
  • Nicht jedes Summen bedeutet das Aus - allein der Prüfer entscheidet am Ende der Prüffahrt.
  • Kleine Fehler kommen bei jeder Prüfungsfahrt vor. Oft können Sie Fehler gleich an Ort und Stelle korrigieren.

Grundsätzlich gilt: Eine gewissenhafte und umfangreiche Ausbildung ist immer noch die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Prüfung.

Wir wünschen viel Erfolg!

 


Ab dem 24.08.2017 gelten neue Bestimmungen im Fahrerlaubnisrecht. Sie resultieren aus der Umsetzung der 11. Änderungsverordnung der FeV und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften

Klasse A2:

Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einer Motorleistung von nicht mehr als 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von nicht mehr als 0,2 kW/kg, die nicht von einem Kraftrad mit einer Leistung von über 70 KW Motorleistung abgeleitet sind.

Klasse C1:

Kraftfahrzeuge, ausgenommen KFZ der Klassen AM, A1, A2, A, D1 und D mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3 500 kg, aber nicht mehr als 7 500 kg, und die zur Beförderung von nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind (auch mit Anh. mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg).

Klasse C:

Kraftfahrzeuge, ausgenommen Kraftfahrzeuge der Klassen AM, A1, A2, A, D1 und D mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3 500 kg, die zur Beförderung von nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind (auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg).

Klasse D1:

Kraftfahrzeuge, ausgenommen Kraftfahrzeuge der Klassen AM, A1, A2, A, die zur Beförderung von nicht mehr als 16 Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind und deren Länge nicht mehr als 8 m beträgt (auch mit Anhänger mit einer zGM von nicht mehr als 750 kg).

Änderung der Einschlussklassen

§6(3) FeV

Außerdem berechtigt

Nr. 6 FeV
die Fahrerlaubnis der Klasse CE zum Führen von Fahrzeugen der Klassen C1E, BE und T sowie DE, sofern er zum Führen von Fahrzeugen der Klasse D berechtigt ist

Nr. 9 FeV
die Fahrerlaubnis der Klasse D1E zum Führen von Fahrzeugen der Klassen BE,

Nr. 10 FeV
die Fahrerlaubnis der Klasse DE zum Führen von Fahrzeugen der Kl. D1E und BE berechtigt ist.

§ 6 Absatz 3a (neu)
(3a) Die Fahrerlaubnis der Klasse B wird auch erteilt zum Führen von dreirädrigen Kraftfahrzeugen im Inland, im Falle eines Kraftfahrzeugs mit einer Motorleistung von nicht mehr als 15 kW jedoch nur, soweit der Inhaber der Fahrerlaubnis mindestens 21 Jahre alt ist.

§ 6 Absatz 4a (neu)
Eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 berechtigt auch zum Führen von Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3500 kg, aber nicht mehr als 7500 kg, und die zur Beförderung von nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind mit insbesondere folgender, für die Genehmigung der Fahrzeugtypen maßgeblicher, besonderer Zweckbestimmung:

1. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr,
2. Einsatzfahrzeuge der Polizei,
3. Einsatzfahrzeuge der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste,
4. Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks,
5. Einsatzfahrzeuge sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes,
6. Krankenkraftwagen,
7. Notarzteinsatz- und Sanitätsfahrzeuge,
8. Beschussgeschützte Fahrzeuge,
9. Post, Funk- und Fernmeldefahrzeuge,
10. Spezialisierte Verkaufswagen,
11. Rollstuhlgerechte Fahrzeuge,
12. Leichenwagen und
13. Wohnmobile.
Satz 1 gilt für die Fahrerlaubnis der Klassen C1E, C und CE entsprechend.

§ 21 Abs. 4 FeV

Die Erteilung einer Fahrerlaubnis kann frühestens sechs Monate vor Erreichen des für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse nach § 10 vorgeschriebenen Mindestalters bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt werden.

§ 23 FeV

Die Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D und DE wird längstens für fünf Jahre erteilt. Grundlage für die Bemessung der Geltungsdauer ist das Datum des Tages, an dem die Fahrerlaubnisbehörde den Auftrag zur Herstellung des Führerscheins erteilt.

§ 24 FeV Abs. 4 (neu)

Die Verlängerung einer Fahrerlaubnis kann frühestens sechs Monate vor Ablauf ihrer Geltungsdauer bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt werden.

Hinweis: § 76 FeV (Übergangsrecht) Hier finden Sie Festlegungen zum Übergangsrecht, die Klassen A2, C und D- Klassen incl. deren Anhängerklassen sowie die Geltungsdauer der C1 und C1E betreffend.

 

*Diese Übersicht beinhaltet nicht alle Änderungen bezogen auf die 11. Änderungsverordnung der FeV und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften. Sollten Sie weitere Fragen haben, so können Sie sich gerne an Ihre zuständige DEKRA Niederlassung wenden.