DEKRA unterstützt Verein DocStop mit 30.000 Euro

Ärztliche Versorgung für Lkw-Fahrer auf Tour

6. Feb 2018

Es ist ein ganz besonderer Arbeitsplatz: Berufskraftfahrer sind ständig auf Achse, oft kreuz und quer durch Deutschland – und darüber hinaus. Wenn es unterwegs ein gesundheitliches Problem gibt, ist es nicht einfach, schnell einen Arzt zu finden. Diesem Thema hat sich der Verein DocStop verschrieben und in den vergangenen zehn Jahren ein Netzwerk mit rund 750 Medizinern in Deutschland aufgebaut. Die Expertenorganisation DEKRA unterstützt den Verein seit Jahren, aktuell wieder mit einer Spende in Höhe von 30.000 Euro.

Foto (von links): DocStop-Initiator Rainer Bernickel und der Vereinsvorsitzende Joachim Fehrenkötter sind unermüdlich im Einsatz, um die medizinische Unterwegsversorgung von Bus- und Lkw-Fahrern europaweit zu verbessern.
Foto (von links): DocStop-Initiator Rainer Bernickel und der Vereinsvorsitzende Joachim Fehrenkötter sind unermüdlich im Einsatz, um die medizinische Unterwegsversorgung von Bus- und Lkw-Fahrern europaweit zu verbessern.

  • Verein hat in zehn Jahren Netzwerk in Deutschland aufgebaut
  • Angebot soll weiter ausgebaut werden – auch in Nachbarländern
  • DEKRA Chef Kölbl: „Gesunde Fahrer sind Faktor für Verkehrssicherheit“

„DEKRA setzt sich seit über 90 Jahren für die Verkehrssicherheit ein und unterstützt in vielfältiger Weise Maßnahmen und Institutionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. DocStop macht hierbei eine großartige Aufgabe, denn gesunde Berufskraftfahrer sind ein ganz entscheidender Faktor für die Verkehrssicherheit“, so DEKRA Vorstandschef Stefan Kölbl. „Denn wenn jemand am Steuer eines Vierzigtonners gesundheitliche Schwierigkeiten bekommt, entstehen dadurch oft auch große Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer. Wer sich das klar macht, kann die Idee von DocStop nur mit ganzer Kraft unterstützen.“

Benötigt ein kranker Fahrer ärztliche Hilfe, bekommt er unter der Service-Hotline von DocStop (01805 112024) Kontakt zur nächsten Arztpraxis bzw. zum nächsten Krankenhaus im Netzwerk. An vielen dieser Anlaufpunkte gibt es auch entsprechende Lkw-Parkplätze. So bekommen die Fahrer unterwegs schnelle medizinische Hilfe – ohne sich in einer fremden Umgebung langwierig selbst auf die Suche machen zu müssen.

Wie groß der Bedarf ist, zeigen die jährlichen Zahlen des Vereins: Zwischen 4.000 und 5.000 Fahrer nutzen das Angebot pro Jahr. „Der akut drohende Herzinfarkt am Steuer ist dabei zwar die Ausnahme, aber auch solche Fälle gab es in der Tat schon“, erklärt der DocStop-Vorsitzende, Spediteur Joachim Fehrenkötter, und berichtet vom Gespräch mit einem Fahrer. „Er hatte starke Schmerzen in der Brust, rief die Hotline an und wurde sofort vom Arzt untersucht und behandelt. Der Arzt erklärte ihm dann, dass er die nächsten 50 Kilometer am Steuer wohl nicht überlebt hätte – ein möglicher verheerender Unfall inklusive.“

Doch auch abgesehen von solchen extremen Beispielen trägt die Arbeit von DocStop Früchte. „Viele Fahrer sagen uns: Es tut allein schon gut, zu wissen, dass es diese Möglichkeit der Hilfe im Notfall gibt“, so Fehrenkötter. „Dieses gute Gefühl erleichtert den Fahrern ihren Arbeitsalltag, und schon das ist uns viel wert.“

Gegründet wurde DocStop von dem früheren Polizeihauptkommissar Rainer Bernickel, der nach wie vor unermüdlich für den Verein im Einsatz ist und dafür auch schon das Bundesverdienstkreuz bekam.

Die Zwischenbilanz nach zehn Jahren fällt sehr positiv aus. Doch es gibt auch noch viel zu tun. Zwei Ziele stehen auf der Agenda von Joachim Fehrenkötter ganz oben: Erstens DocStop in Deutschland noch bekannter machen, zweitens das Netzwerk in Europa ausweiten. „Geschätzt kennt etwa die Hälfte der deutschen Berufskraftfahrer unsere Initiative, da ist noch reichlich Luft nach oben“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Neben Deutschland ist DocStop in Dänemark, Österreich und der Schweiz vertreten. Das Engagement in Osteuropa wird derzeit sehr stark von unserem Partner Service 24 vorangetrieben.“ Angepeilt sei auch eine europaweit einheitliche Telefonnummer, mit einer mehrsprachigen Notrufzentrale dahinter.

Mehr Informationen zu DocStop gibt es auf der Website des Vereins unter www.docstop.eu.

Kontakt

Wolfgang Sigloch

Pressesprecher Automobil

separator

Telefon +49.711.7861–2386

Fax +49.711.7861–742386

separator
Foto (von links): DocStop-Initiator Rainer Bernickel und der Vereinsvorsitzende Joachim Fehrenkötter sind unermüdlich im Einsatz, um die medizinische Unterwegsversorgung von Bus- und Lkw-Fahrern europaweit zu verbessern.

Ärztliche Versorgung für Lkw-Fahrer auf Tour

Achse, oft kreuz und quer durch Deutschland – und darüber hinaus. Wenn es unterwegs ein gesundheitliches Problem gibt, ist es nicht einfach, schnell einen Arzt zu finden. Diesem Thema hat sich der Verein DocStop verschrieben und in den vergangenen zehn Jahren ein Netzwerk mit rund 750 Medizinern in Deutschland aufgebaut. Die Expertenorganisation DEKRA unterstützt den Verein seit Jahren, aktuell wieder mit einer Spende in Höhe von 30.000 Euro.

Zurück zur Übersicht
Seite teilen