FAQs HU

Sie haben Fragen zur HU? Die wichtigsten Informationen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Mit der Hauptuntersuchung (HU) wird gewährleistet, dass alle Fahrzeuge die gesetzlich geforderten Sicherheitsstandards erfüllen. DEKRA, als amtlich anerkannte Prüforganisation, führt diese Untersuchung in regelmäßigen Abständen an allen Fahrzeugen durch. Bei bestandener Prüfung wird eine runde Prüfplakette am hinteren amtlichen Kennzeichen angebracht, welche die Frist zur nächsten fälligen HU anzeigt. Je nach Ausstellungsjahr variiert die Farbe der Plakette. Der Fahrzeughalter muss gewährleisten, dass sein Fahrzeug immer eine gültige Prüfplakette besitzt.

Seit 01.01.2010 ist die Abgasuntersuchung in die Hauptuntersuchung integriert. Um unsere Umwelt möglichst wenig zu belasten, muss für jeden neuen Fahrzeugtyp, bevor er zum Straßenverkehr zugelassen wird, durch den Hersteller die Einhaltung der aktuellen, EU-weit harmonisierten Emissionsvorschriften nachgewiesen und von einer neutralen Prüfstelle bestätigt werden. Die Abgasuntersuchung (AU) gibt Auskunft darüber, ob Ihr Fahrzeug noch die gesetzlich festgelegten Höchstwerte einhält und wird zusammen mit der Hauptuntersuchung durchgeführt. Sie unterliegt damit auch denselben regelmäßigen Zeitabständen zur Prüfung.

Unsere DEKRA Experten prüfen Ihr Fahrzeug gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf Zustand, Funktion sowie Ausführung und Wirkung der Bauteile und Systeme. Dies geschieht durch visuelle, manuelle oder elektronische und messtechnische Prüfungen und grundsätzlich ohne Montagearbeiten.

Die Prüfung umfasst folgende Bereiche:

  • Prüfungsfahrt mit mindestens 8 km/h zu Beginn der HU
  • Weiterentwickelte Prüfung der gesamten Fahrzeugelektronik (über elektronische Fahrzeugschnittstelle) mit HU-Adapter
  • Bremsanlage mit angepasster Prüfung nach EU-Vorgaben (Mindestabbremsung, Beladung/Beladungssimulation, Bezugsbremskräfte)
  • Lenkanlage
  • Sichtverhältnisse (z.B. Scheiben, Spiegel, Folien)
  • Lichttechnische Einrichtungen und andere Teile der elektrischen Anlage
  • Achsen, Räder, Reifen, Aufhängungen
  • Fahrgestell, Rahmen, Aufbau sowie daran befestigte Teile
  • Sonstige Ausstattungen (z.B. Airbag, Lenkschloss, Warndreieck, Warnweste, Verbandskasten)
  • Umweltbelastung (Geräusche, Abgase, Verlust von Flüssigkeiten, Gasanlagen im Antriebssystem)
  • Identifizierung und Einstufung des Fahrzeugs

Untersuchung der Bauteile und Systeme:

  • Ausführung (Gestaltung, Anbringung, Anzahl, vorgegebene Schaltung, erforderliche Kennzeichnung)
  • Zustand (Beschädigung, Korrosion und Alterung, übermäßigen Verschleiß und übermäßiges Spiel, sachgemäße Befestigung, Sicherung, Montage, Verlegung sowie Freigängigkeit und Leichtgängigkeit)
  • Funktion
  • Wirkung (Einhaltung bzw. Erreichen vorgegebener Grenzwerte)

Einstufung der Mängel:

Weist das Fahrzeug Mängel auf, so werden diese in entsprechenden Mängelklassen im Untersuchungsbericht ausgewiesen. Dieser Bericht muss grundsätzlich nicht im Fahrzeug mitgeführt werden, ist aber bis zur nächsten Untersuchung aufzubewahren und auf Verlangen den zuständigen Stellen vorzulegen. Es gelten die unten aufgeführten Richtlinien:

  • Geringe Mängel (GM): Die Plakette wird dennoch zugeteilt, wenn die Mängel unverzüglich behoben werden. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder.
  • Erhebliche Mängel (EM): Die Plakette wird nicht zugeteilt, eine Nachprüfung ist erforderlich.
  • Verkehrsunsicher (VU): Das Fahrzeug ist für den Straßenverkehr nicht mehr zulässig, die HU-Plakette wird entfernt.

Erläuterungen zur Sicherheitsprüfung (SP):

Unter einer Sicherheitsprüfung wird eine Sicht-, Funktions- und Wirkungsprüfung bei Nutzfahrzeugen (KOM, LKW>7,5t, Anhänger>10t) verstanden. Folgende Bereiche werden untersucht:

  • Fahrgestell / Fahrwerk / Aufbau / Verbindungseinrichtung
  • Lenkung
  • Reifen / Räder
  • Bremsanlage (die SP-Bremsenprüfung erfolgt nach EU-Vorgaben)

Detailliertere Informationen zur Hauptuntersuchung sowie zu den gesetzlichen Bestimmungen erhalten Sie in unserem Blätterkatalog.

Anhand unserer HU-Checkliste lernen Sie die wichtigen Bauteile Ihres Fahrzeugs kennen, können eventuelle Mängel schnell feststellen sowie beseitigen lassen und sind vor unangenehmen Überraschungen bei der HU sicher.

Die Untersuchungsintervalle der HU variieren abhängig von Fahrzeugklasse, Fahrzeugnutzung und Alter des Fahrzeugs. Ein neuer PKW muss erst nach 36 Monaten vorgeführt werden, ab der zweiten HU jedoch alle 24 Monate. Taxis und Mietwagen unterliegen einer größeren Beanspruchung und sind daher alle 12 Monate fällig. Motorräder müssen alle 24 Monate zur HU. Omnibusse, LKWs und Anhänger unterliegen wiederum eigenen Prüfintervallen. Wenn Sie unsicher sind, wann an Ihrem Fahrzeug die HU durchgeführt werden muss, sprechen Sie einfach mit Ihrem DEKRA Partner vor Ort. Nutzen Sie auch unsere HU-Termin-Erinnerung!

Für die HU müssen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I bzw. den Fahrzeugschein des zu prüfenden Fahrzeugs und ggf. den Untersuchungsbericht der vorherigen HU mitbringen. Bei getunten oder baulich veränderten Fahrzeugen sind die Prüfzeugnisse oder Änderungsabnahmebestätigungen von Anbauteilen wie z. B. Sonderfelgen oder Tieferlegungsfedern vorzulegen. Sind diese Änderungen im Fahrzeugschein eingetragen, genügt es diesen mitzubringen.

Weitere Informationen zu den benötigten Unterlagen erhalten Sie auf unserem Informationsblatt

Bei Kraftfahrzeugen sind auch Nachweise über vorangegangene Abgasuntersuchungen und/oder Gasanlagenprüfungen (für Flüssig- oder Erdgasanlagen zum Kfz-Antrieb) vorzulegen. Sollten diese noch gültig sein, entfallen dann diese Prüfungen im Rahmen der anstehenden Hauptuntersuchung.

Ist Ihr Kraftfahrzeug mit einer festeingebauten Flüssiggasanlage ausgerüstet, die nicht zum Antrieb des Fahrzeuges dient (z. B. Kocheinrichtung im Wohnmobil), so ist es ratsam, ebenfalls einen Nachweis über deren regelmäßige Prüfung (Plakette oder Bescheinigung) zu erbringen. Bei bestimmten Fahrzeugausführungen muss der fehlende Nachweis nämlich bemängelt werden und eine neue HU-Plakette kann nicht angebracht werden.

Bei schweren Nutzfahrzeugen und KOM ist auch das Prüfbuch vorzulegen.

Das insbesondere von land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben noch häufig verwendete Anhängerverzeichnis anstelle der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) reicht bei der Hauptuntersuchung nicht aus. Bringen Sie deshalb unbedingt die zu dem Anhänger gehörende Zulassungsbescheinigung mit.

Erhält ein Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung (HU) die Prüfplakette nicht auf Anhieb, haben Sie als Fahrzeughalter die Pflicht zur unverzüglichen Mängelbeseitigung und zur Vorführung für die Nachprüfung innerhalb eines Monats. Lassen Sie diese Frist verstreichen, ist eine erneute HU notwendig. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie als Fahrzeughalter den ersten Prüfbericht nicht vorlegen können. Nach dem Rat der Sachverständigen von DEKRA sollten Autofahrer den HU-Prüfbericht gut aufbewahren und zur Nachprüfung immer mitbringen. Nach erfolgreicher HU müssen Autofahrer zudem den Untersuchungsbericht der Hauptuntersuchung bis zur nächsten Fahrzeugprüfung aufbewahren. Dieser Bericht ist zuständigen Personen bzw. Stellen (Polizei, Straßenverkehrsbehörde) auf Verlangen vorzuzeigen. Es ist jedoch nicht erforderlich, den Bericht grundsätzlich im Auto mitzuführen. Prüfzeugnisse über Änderungen am Fahrzeug, die nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen sind, müssen Autofahrer im Unterschied dazu dabeihaben. Die Abgasuntersuchung (AU) ist Bestandteil der Hauptuntersuchung und somit durch den HU-Bericht abgedeckt. Die AU darf aber auch von anerkannten Werkstätten durchgeführt und separat dokumentiert werden.

Mit circa 500 DEKRA Lokationen sowie in Kooperation mit über 38.000 Partnerwerkstätten sind wir die größte amtlich anerkannte Prüforganisation im Bereich Automobil Prüfwesen in Deutschland. Fachkundige Experten, terminfreie Prüfungen sowie zuvorkommender Kundenservice zeichnen DEKRA aus. Wir betreuen Sie in allen Fragen rund um Ihr Kraftfahrzeug, auch über die Hauptuntersuchung hinaus. Besuchen Sie uns am nächstgelegenen DEKRA Standort. Wir freuen uns auf Sie.

Die runde Prüfplakette am hinteren amtlichen Kennzeichen zeigt das Jahr sowie den Monat der nächsten Hauptuntersuchung an. Die Prüfplakette gibt es in sechs Grundfarben, welche sich alle sechs Jahre wiederholen. Das Jahr ist zusätzlich eingekreist in der Mitte der Prüfplakette zu erkennen. Außerhalb des Kreises sind die Zahlen von 1 bis 12 angeordnet. Die Zahl, die oben mittig angeordnet ist, zeigt den Monat der nächsten Hauptuntersuchung.

Die zwei Striche unterhalb der Zahlen 1, 12 und 11 haben keinen Einfluss Hauptuntersuchungstermin. Sie helfen lediglich der Polizei oder dem Ordnungsamt im Vorbeifahren die Prüfplakette besser lesen zu können und somit HU-Überzieher zu identifizieren. Nutzen Sie unseren HU-Erinnerungsservice.

Die Hauptuntersuchung muss in der Regel alle 24 Monate erfolgen. Ab einer Terminüberschreitung von mehr als zwei Monaten, wird Ihnen ein Aufpreis von 20 Prozent auf den Hauptuntersuchungspreis berechnet, da das Fahrzeug nun intensiver geprüft werden muss. Wer mit einer mehr als zwei Monate abgelaufenen Prüfplakette in eine Verkehrskontrolle gerät dem drohen je nach Schwere Verwarn-, Bußgeld oder Punkte in Flensburg. Dies gilt ebenfalls für Fahrzeuge, die ohne gültige Prüfplakette im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt sind. Bei Unfällen, die auf mangelnde Hauptuntersuchung zurückzuführen sind, wird die Kfz-Versicherung Regressansprüche gegenüber dem Fahrzeughalter geltend machen.

Die HU darf grundsätzlich nicht überzogen werden. Der Fahrzeughalter ist für die Einhaltung der vorgegebenen Fristen verantwortlich. Vom Gesetzgeber wird das Überziehen der HU wie folgt geahndet:

Bei PKW, Motorrädern, leichten Anhängern (nicht sicherheitsprüfungspflichtigen Fahrzeugen):

  • Mehr als zwei Monate : 15 Euro
  • Mehr als vier Monate und bis zu acht Monaten : 25 Euro
  • Mehr als acht Monate : 60 Euro und 1 Punkt in Flensburg

Bei Nutzfahrzeugen, bei denen eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist:

  • Bis zu zwei Monate: 15 Euro
  • Mehr als zwei und bis zu vier Monate: 25 Euro
  • Mehr als vier und bis zu acht Monate: 60 Euro und 1 Punkt in Flensburg
  • Mehr als acht Monate: 75 Euro und 1 Punkt in Flensburg

Wenn bei der HU oder Sicherheitsprüfung erhebliche Mängel festgestellt wurden und Sie die einmonatige Nachprüffrist überschreiten, könnte Sie das ein Verwarnungsgeld von € 15,-- kosten.

HU-Erinnerungsservice

Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen lediglich im zugelassenen Zeitraum genutzt werden. Dieser ist an den Ziffern zu erkennen, welche am rechten Rand des Kfz-Kennzeichens übereinander stehen. Die Ziffer über dem Strich gibt dabei den Beginn, die Ziffer unter Strich das Ende des Zeitraums an. Der Zeitraum reicht von zwei bis maximal elf Monaten. Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen brauchen nicht außerhalb des Betriebszeitraums zu Hauptuntersuchung, sondern im ersten Monat nach der Betriebspause. Außerhalb des Betriebszeitraums darf das Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum geparkt werden, sondern ist auf nicht öffentlich zugänglichem Grund abzustellen. Hierzu gehören beispielsweise ein Privatgrundstück oder eine Garage.

Ist im Vorfeld keine Kennzeichenreservierung durchgeführt worden? Falls nicht, müssen Sie als erstes zur Zulassungsstelle und dort die Zulassung für Ihr Fahrzeug einleiten. Vorlegen müssen Sie hierfür die eVB-Nummer der Versicherung sowie die Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I und II). Mit dem Kennzeichen, das Sie von der Zulassungsstelle erhalten haben, können Sie nun zu DEKRA fahren und Ihre Hauptuntersuchung durchführen lassen. Im Anschluss an die bestandene Hauptuntersuchung können Sie die Zulassung zu Ende führen.

Die technische Fahrzeugüberwachung ist national geregelt. Ausländische Prüfungsprotokolle sind somit ungültig, da diese nach den länderspezifischen Prüfkriterien durchgeführt werden. Die Hauptuntersuchung muss somit von einer Prüfstelle in Deutschland durchgeführt werden. Allerdings kann ein ausländisches Prüfprotokoll zur Glaubhaftmachung eines längeren Auslandsaufenthaltes dienen. Das Fahrzeug muss nicht sofort nach Überschreitung der Hauptuntersuchung nach Deutschland gebracht werden, um die diese durchzuführen. Es sollte aber am besten direkt nach dem Eintreffen in Deutschland geprüft werden.

Wenn die letzte Hauptuntersuchung weniger als zwei Jahre zurücklegt, benötigen sie einen Ersatzbericht. Diesen bekommen Sie bei einer DEKRA Prüfstelle in Ihrer Nähe.

Für die Nachuntersuchung wird der Untersuchungsbericht benötigt, den Sie bei der ersten Prüfung, die Ihr Fahrzeug nicht bestanden hat, erhalten haben sowie den Fahrzeugschein bzw. die Zulassungsbescheinigung Teil I. Nach der nicht bestandenen Prüfung müssen die betreffenden Mängel unverzüglich beseitigt werden und Sie haben insgesamt einen Monat Zeit, das Fahrzeug zur Nachprüfung vorzuführen.

Grundsätzlich kann unter Angabe des Kennzeichens und ggf. der Fahrzeug-Ident.-Nr. (FIN) eine Zweitschrift noch gültiger Untersuchungsberichte (max. aus den letzten 27 Monaten) von DEKRA erstellt werden - sofern das Fahrzeug bei DEKRA geprüft wurde. Die Zweitschriften erhalten Sie (anonymisiert, wenn Sie nicht Auftraggeber waren) an jeder DEKRA Prüfstelle nach Vorlage eines Eigentumsnachweises (z.B. Fz-Schein/-Brief bzw. Zulassungsbescheinigung oder Kaufvertrag). Eine zentrale Bearbeitung mit Mail-, Fax- oder Post-Versand von Duplikaten des Prüfberichts ist leider nicht möglich. Die für Sie nächstgelegene DEKRA Prüfstelle finden Sie schnell und einfach mit Hilfe unserer Standortsuche.

Die Gebühren- bzw. Entgelttabellen sind an allen DEKRA Prüflokationen für unsere Kunden einsehbar. Wir geben Ihnen hierzu auch gerne telefonisch Auskunft. Für Anfragen zu den HU-Preisen erreichen Sie uns über die jeweiligen Kontaktdaten unserer Prüflokationen www.dekra-vor-ort.de oder über unsere bundesweite Telefon-Hotline 01805.2099 (0,14 €/Min).

HU-Checkliste

Die folgende Checkliste bietet die Möglichkeit, einige Punkte, die bei der HU überprüft werden, schon vorher selbst nachzuschauen oder vorzubereiten.

Überwiegend handelt es sich um Empfehlungen auf der Grundlage der geltenden Vorschriften. Diese sind inzwischen aber sehr vielfältig und nicht nur vom Fahrzeugalter, sondern auch von der Art Typgenehmigung des Fahrzeugs abhängig.

Grundsätzlich gibt es Fahrzeuge mit ABE (nationale Typgenehmigung, Erteilung bis Mitte/Ende der 1990-er Jahre) und mit EG-Typgenehmigung (EU-weit gültig, z.B. für Pkw seit 1998 Pflicht). Für beide gelten teilweise unterschiedliche Anforderungen, manchmal sind diese aber auch deckungsgleich.

Um eine Übersichtlichkeit zu wahren, wird nach Möglichkeit auf die Nennung von Paragrafen oder Richtlinien verzichtet.

Und allgemein ist zu empfehlen, den serienmäßigen Ausrüstungszustand zu erhalten (z.B. Anzahl von Spiegeln, Scheinwerfern oder Airbags oder Bauart der Sicherheitsgurte), um nicht von Mängeln bei der HU überrascht zu werden.

Pkw haben üblicherweise einen Innenspiegel und zwei Außenspiegel (je einen rechts und links); das ist heutzutage auch so vorgeschrieben.

Bis 1990 war es unter bestimmten Bedingungen auch zulässig nur den Innenspiegel und einen linken Außenspiegel zu haben. Solche Pkw gab es bis dahin sogar serienmäßig.

Bei Krafträdern müssen, mit Ausnahme von einigen Sonderfällen, bei Höchstgeschwindigkeit laut Fahrzeugschein / Zulassungsbescheinigung über 100 km/h zwei Spiegel vorhanden sein (je einer rechts und links).

Seit 1979 müssen bis auf wenige Ausnahmen an allen im Fahrzeugschein dokumentierten Sitzplätzen auch entsprechende Sicherheitsgurte vorhanden sein. Sie müssen einwandfrei funktionsfähig sein (z.B. der Aufrollmechanismus von Automatikgurten) und dürfen äußerlich keine Schäden aufweisen, damit die Insassen optimal gesichert sind.

Umbauten im Bereich der Sicherheitsgurte werden sehr streng beurteilt (z.B. sogenannte Hosenträger-Gurte) und müssen über entsprechende Prüfzeugnisse bzw. Gutachten und eine dementsprechende Dokumentation in den Fahrzeugpapieren erlaubt sein.

Ein Warndreieck gehört zur Pflichtausstattung, muss entsprechend genehmigt und sollte immer unbeschädigt und einsatzbereit sein.

Unabhängig von der anstehenden HU sollte man das Warndreieck von Zeit zu Zeit aus der Halterung oder Box nehmen und probehalber aufstellen, damit man es im Ernstfall findet und sicher handhaben kann.

Motorradfahrer sind nach wie vor nicht verpflichtet, ein Warndreieck mitzuführen.

Seit Januar 2014 gibt es für Verbandskästen die neue DIN-Norm 13164. Vorhandene Verbandskästen mit alter Norm müssen aber nicht entsorgt werden, sondern dürfen bis zu ihrem Verfallsdatum genutzt werden. In der Apotheke sind Ergänzungssets für die DIN-Norm 13164 erhältlich.

Motorradfahrer müssen auch kein Erste-Hilfe-Material mitführen.

Seit dem 1. Juli 2014 muss in jedem PKW, LKW oder Bus mindestens eine Warnweste vorhanden sein. Optimal wäre es jedoch für jeden Mitfahrer eine Warnweste mitzuführen. Motorräder sind auch von dieser Regelung ausgenommen.

Die Warnweste muss der Europäischen Norm EN 471 entsprechen (Vermerk der Normangabe auf dem eingenähten Wäscheschild). Ein bestimmter Aufbewahrungsplatz ist für die Warnweste nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch, die Warnweste möglichst griffbereit unterzubringen, damit man z.B. im Pannenfall schon beim ersten Aussteigen aus dem Fahrzeug die Warnweste angelegt hat.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Reifen finden Sie in den Fahrzeugpapieren (Ziffer 20 bis 23 sowie Ziffer 33 im alten Fahrzeugschein bzw. Feld 15.1 bis 15.3 sowie Feld 22 im neuen Fahrzeugschein / der Zulassungsbescheinigung Teil I).

Hier können Sie Informationen über die zulässigen Größen der Bereifung sowie deren Tragfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit nachlesen. Häufig sind jedoch nur Reifen einer zulässigen Dimension in den Fahrzeugpapieren vermerkt, obwohl auch andere genutzt werden dürfen. Diese ebenso zulässigen Bereifungen sind z.B. in der Übereinstimmungsbescheinigung bzw. dem sogenannten CoC-Papier zu finden, wie es für Fahrzeuge mit EG-Typgenehmigung vorgeschrieben ist.

Wenn andere Reifen auf dem Fahrzeug montiert sind als in den Fahrzeugpapieren oder anderen zugehörigen Dokumenten beschrieben sind, sollte vor dem HU-Termin zumindest geklärt werden, ob es sich um Serienbereifung handelt oder nicht.

Geänderte Bereifung wird im Zuge der HU separat beurteilt und bei Bedarf im Rahmen einer speziellen Änderungsabnahme geprüft. Hierfür sind wiederum entsprechende Prüfzeugnisse bzw. Gutachten erforderlich.

Reifen und Felgen sollten auf äußere Schäden überprüft werden. Fast immer sind diese auf äußere Einwirkungen zurückzuführen. Sehr selten liegen die Ursachen für Reifenbeschädigungen im Reifen selbst (z.B. bei runderneuerten Reifen) und auch bei den Rädern kommen nur sehr selten Schäden zu Stande, die ohne Außeneinwirkung aus Herstellungsfehlern o.ä. resultieren.

Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig den Zustand der Reifen und Räder zu beobachten, weil durch Nutzungsfehler (z.B. zu niedriger Reifeninnendruck) oder ungünstige Fahrmanöver (z.B. hohe oder sehr scharfkantige Bordsteinkanten überfahren, Bordsteinkontakt der Räder beim Einparken) Beschädigungen auftreten können.

Außerdem lassen sich am Verschleißzustand der Reifen mitunter Unstimmigkeiten in der Fahrwerksgeometrie des Fahrzeugs oder Defekte an Fahrwerksbauteilen erkennen. Deshalb wird der Reifenzustand im Rahmen der HU genau untersucht und zwar auch auf der normalerweise nicht sichtbaren Innenseite, wo sich ebenfalls versteckte Beschädigungen befinden können.

Reifen und Felgen sollten auf äußere Schäden überprüft werden. Fast immer sind diese auf äußere Einwirkungen zurückzuführen. Sehr selten liegen die Ursachen für Reifenbeschädigungen im Reifen selbst (z.B. bei runderneuerten Reifen) und auch bei den Rädern kommen nur sehr selten Schäden zu Stande, die ohne Außeneinwirkung aus Herstellungsfehlern o.ä. resultieren.

Trotzdem ist es wichtig, regelmäßig den Zustand der Reifen und Räder zu beobachten, weil durch Nutzungsfehler (z.B. zu niedriger Reifeninnendruck) oder ungünstige Fahrmanöver (z.B. hohe oder sehr scharfkantige Bordsteinkanten überfahren, Bordsteinkontakt der Räder beim Einparken) Beschädigungen auftreten können.

Außerdem lassen sich am Verschleißzustand der Reifen mitunter Unstimmigkeiten in der Fahrwerksgeometrie des Fahrzeugs oder Defekte an Fahrwerksbauteilen erkennen. Deshalb wird der Reifenzustand im Rahmen der HU genau untersucht und zwar auch auf der normalerweise nicht sichtbaren Innenseite, wo sich ebenfalls versteckte Beschädigungen befinden können.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 mm. Diese Verschleißgrenze sollte unter keinen Umständen unterschritten werden, weil sonst tatsächlich die Reifeneigenschaften nicht mehr gewährleistet sind. Das trifft vor allem für besondere Anforderungen z.B. gegenüber dem sogenannten Aquaplaning oder für die Griffigkeit bei anspruchsvollen Fahrbahnzuständen zu.

Die Profiltiefe können Sie anhand der Verschleißindikatoren (TWI – Tread Wear Indicator) erkennen. In den Hauptprofilrillen der Reifen befinden sich an verschiedenen Stellen kleine Stege, die bei einer vorhandenen Rest-Profiltiefe von 1,6 Millimetern auf einer Höhe mit den Profilblöcken liegen. D.h., die Stege (TWI) verbinden die benachbarten Profilblöcke, die vor Erreichen der Verschleißgrenze durch eine Profilrille voneinander getrennt waren. Die Lage der Verschleißindikatoren (TWI) ist an der Reifenseitenwand bzw. dem Profilrand mit TWI markiert, sodass man von dort aus nur Richtung Profilmitte zu den Hauptprofilrillen gehen muss, um einen TWI zu finden.

Ein genaueres Messergebnis bietet jedoch ein Profiltiefenmesser, der praktisch wie ein Messschieber funktioniert. Der Profiltiefenmesser wird auf zwei benachbarte Profilblöcke aufgesetzt und dann die Messschiene bis auf den Grund zwischen den Profilblöcken heruntergeschoben. Die Profiltiefe kann dann an der Messskala abgelesen werden.

Diese in der Regel 17-stellige Nummer identifiziert das Fahrzeug eindeutig. Ältere Fahrzeuge, insbesondere Anhänger, haben Fahrzeug-Identifizierungsnummern, die weniger (d.h. höchstens 14) Stellen aufweisen.

Die FIN muss in jedem Fall am Fahrgestell bzw. Rahmen oder der Karosserie fest angebracht sein (eingeschlagen, -geprägt, -gefräst oder gepunktet). Außerdem ist sie auf dem Fabrik- bzw. Typschild angegeben. Häufig gibt es bei modernen Fahrzeugen ein zusätzliches kleines Schild mit der FIN unter der Windschutzscheibe (Rand links unten).

Die fest angebrachte FIN muss mit den Angaben auf dem Typschild und in den Fahrzeugpapieren übereinstimmen.

Grundsätzlich dürfen nur solche lichttechnischen Einrichtungen an Fahrzeugen vorhanden sein, die ausdrücklich vorgeschrieben oder für zulässig erklärt sind. Zu den lichttechnischen Einrichtungen gehören neben den Scheinwerfern, Leuchten und Fahrtrichtungsanzeigern z.B. auch Rückstrahler und retroreflektierende Folien.

Neben der reinen Funktion der lichttechnischen Einrichtungen sind für die HU u.a. auch die entsprechend vorgeschriebenen Kontrollleuchten im Fahrerdisplay und die Scheinwerfer-Einstellung von Bedeutung. Wenn eine manuelle Scheinwerfer-Höhenverstellung (Leuchtweitenregulierung) vorhanden ist, muss auch diese beidseitig einwandfrei funktionieren.

Die wichtigsten und überwiegend auch vorgeschriebenen lichttechnischen Einrichtungen sind:

  • Abblend- und Fernlichtscheinwerfer
  • Standlicht bzw. Begrenzungsleuchten
  • Tagfahrleuchten
  • Fahrtrichtungsanzeiger und Warnblinkanlage
  • Schlussleuchten
  • Bremsleuchten
  • Rückfahrscheinwerfer
  • Nebelschlussleuchte
  • Kennzeichenleuchten

Außerdem sind häufig bzw. zunehmend auch verbaut:

  • Nebelscheinwerfer
  • Abbiege- oder Kurvenlicht
  • Anhängersteckdose

Über die Anhängersteckdose wird die elektrische Verbindung zu den lichttechnischen Einrichtungen am angekuppelten Anhänger und zu dessen eventuellen anderen elektrischen Verbrauchern hergestellt. Im Rahmen der HU des Zugfahrzeugs wird die richtige Kontaktbelegung und Funktion der Anhängersteckdose geprüft.

Die Hupe muss funktionsfähig sein und es sollte keine Verzögerung nach der Betätigung bis zum Ertönen der Hupe geben.

Weist die Frontscheibe Beschädigungen, Verschleiß oder Änderungen (z.B. Folien, Aufkleber) auf?

Beschädigungen im Fernsichtfeld des Fahrers oder solche mit bereits vorhandener Rissbildung werden bei der HU beanstandet. Dies gilt auch für Sichtbeeinträchtigungen (z.B. verschleißbedingt) oder auch für das Aufbringen von unzulässigen Folien und zu großflächigen Aufklebern.

Auch Veränderungen der Scheiben selbst (z.B. durch Fräsen oder Ätzen) sind nicht zulässig, weil sie der sogenannten Bauartgenehmigungspflicht unterliegen.

Die Scheibenwisch- und -waschanlage muss einwandfrei funktionieren. Die Scheibenwischerblätter dürfen nicht verschlissen oder gar beschädigt sein und können im Bedarfsfall meist problemlos ausgetauscht werden.

Die Handbremse sollte sicher einrasten und das Fahrzeug in einer Steigung oder einem Gefälle zuverlässig halten. Außerdem sollte sie wieder leicht zu lösen sein und keinen zu großen Leerweg aufweisen.

Bei moderneren Fahrzeugen wird die Feststellbremse oft nicht mehr über einen Hand- oder Fußhebel mechanisch betätigt, sondern über einen Taster elektrisch angezogen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, ob die Festhaltewirkung in Steigung und Gefälle ausreicht.

Die Bremswirkung soll ohne spürbare zeitliche Verzögerung einsetzen. Auch bei starken Bremsvorgängen muss das Fahrzeug in der Spur bleiben und darf nicht einseitig auf eine Seite ziehen. Des Weiteren sollten die Pedalauflagen rutschsicher und der Füllstand der Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter ausreichend sein.

Darüber hinaus ist auf mögliche Anzeichen für starken Verschleiß (z.B. Bremsbelagstärke, Geräusche) oder andere Unzulänglichkeiten (z.B. weiches, nachgiebiges Gefühl bei Pedalbetätigung als Hinweis auf Luft in der Bremsanlage) zu achten.

Bei Motorrädern empfiehlt es sich, regelmäßig die Bremsleitungen bzw. -schläuche zu kontrollieren, um rechtzeitig Scheuerstellen oder andere Beschädigungen (z.B. Quetsch- oder Einklemmstellen) zu erkennen.

Die gesamte Auspuffanlage muss sicher an allen dafür vorgesehenen Aufhängungspunkten befestigt sein. Außerdem dürfen keine Undichtigkeiten auf Grund von starker Korrosion oder sonstigen Beschädigungen vorhanden sein.

Auf jeden Fall sollte regelmäßig auf plötzlich eintretende Veränderungen beim Auspuffgeräusch geachtet werden, um rechtzeitig Schäden oder Undichtigkeiten zu erkennen.

Austausch- oder Sportschalldämpfer aus dem Zubehörhandel müssen ein separates Prüfzeugnis (z.B. EG-Genehmigung) aufweisen, in dessen Verwendungsbereich das betreffende Fahrzeug aufgeführt ist. Nur dann ist eine solche Änderung zulässig und somit abgesichert, dass das Abgas- und Geräuschverhalten nicht verschlechtert wird.

Im Rahmen der HU wird unter anderem die Abgasemission des Motors untersucht. Dies erfolgt bei Kraftfahrzeugen mit Zulassung ab 1969 (Benzinmotor) bzw. ab 1977 (Dieselmotor) grundsätzlich mit einem Abgasmessgerät. Bei modernen Fahrzeugen mit elektronischem Motormanagement und sogenannter OBD (d.h. On-Board-Diagnose) kann unter Umständen auch eine „elektronische“ Prüfung über eine genormte Schnittstelle zur Motorsteuerung ausreichen.

Darüber hinaus ist es sowohl für die sichere Funktion und Langlebigkeit des Motors als auch aus Umweltschutzgründen wichtig, dass der Motor keine Ölundichtigkeiten aufweist oder Kühlmittel verliert. Wenn am Stellplatz des Fahrzeugs wiederholt Flüssigkeitsaustritt auf Grund von verbleibenden Flecken oder gar Pfützen festzustellen ist, liegt hier möglicherweise ein deutliches Problem vor. Darüber hinaus sind auffällige plötzliche Veränderungen beim Kühlmittel- oder Motorölstand ebenfalls Hinweise auf mögliche Undichtigkeiten.

Die Batterie muss ausreichend befestigt und sollte je nach Einbaulage komplett oder am Pluspol abgedeckt sein. Dadurch werden Beschädigungen des Fahrzeugs und elektrischer Kurzschluss vermieden.

Die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs enthält hierzu wichtige Hinweise und auch Empfehlungen, ob und auf welchem Wege Kontroll- oder Wartungsarbeiten an der Batterie erforderlich sind.

Batterien sind bei modernen Fahrzeugen oft wartungsfrei, werden aber andererseits durch eine große Zahl von Verbrauchern im Bordnetz und durch besondere technische Einrichtungen (z.B. Star-Stopp-Automatik für den Motor) stark belastet.

Ernsthafte Durchrostungen sind leicht zu erkennen und sollten repariert werden. Besonders zu beachten sind hierbei Fahrzeugboden, Schweller, Kofferraumboden, Kotflügel und Radhäuser.

Scharfe Kanten, Spitzen oder allgemein gefährdende Fahrzeugteile sind unzulässig und müssen entschärft oder entfernt werden. Hierunter fallen z.B. auch Reste von ursprünglich vorhandenen Fahrzeugteilen, die inzwischen abgebaut worden sind.

Gleichermaßen gelten diese Anforderungen auch für nachträglich angebaute Teile wie z.B. Rammschutzbügel, Schwellerleisten oder Spoiler. Im Allgemeinen sind auch solche Teile nur dann zulässig, wenn ein entsprechendes Prüfzeugnis vorliegt, in welchem das jeweilige Fahrzeug genannt ist.

Das Fahrwerk hat die wichtige Aufgabe, den Kontakt zwischen Fahrzeug und Straße unter allen normalen Bedingungen zu gewährleisten. Das gilt für alle zulässigen Beladungszustände und z.B. auch unter den Bedingungen eines starken Bremsvorgangs (Gefahrenbremsung), bei schnellen Richtungswechseln (z.B. plötzliches Ausweichen, abrupter Fahrstreifenwechsel auf der Autobahn) oder auch im Anhängerbetrieb.

Stoßdämpfer und Federn zählen dabei zu den wichtigsten sicherheitsrelevanten Bauteilen des Fahrwerks, denn sie sind die Bindeglieder zwischen Radaufhängung und Karosserie und sorgen dafür, dass auftretende Schwingungen aufgenommen und abgebaut werden.

Defekte Stoßdämpfer haben negative Auswirkungen auf den Verschleiß an der Radaufhängung, sie verlängern den Bremsweg und erhöhen die Gefahr für Aquaplaning und Schleudern in Kurven.

Wenn das Auto beim Überfahren von Bodenwellen mehrfach nachschwingt, stark auf Seitenwind reagiert und die Fahrzeugfront bei Kurvenfahrten oder beim Bremsen stark eintaucht, sind das untrügliche Anzeichen für verschlissene Stoßdämpfer. Aber auch klappernde Geräusche auf schlechten Straßen oder Ölaustritt können Anzeichen sein.

Die Lenkung ebenfalls ein wichtiges sicherheitsrelevantes Systemen im Fahrzeug. Fehler oder Defekte in der Lenkung können fatale Folgen für die Insassen haben und sollten ohne jeden Verzug beseitigt werden.

Beschädigungen an den Manschetten verschiedener Lenkungsteile sind mitunter ohne großen Aufwand erkennbar. Auch das Spiel in der Lenkung ist einfach zu überprüfen.

Auffälligem Lenkverhalten oder plötzlich auftretenden Geräuschen in der Lenkanlage sollte auf jeden Fall unverzüglich nachgegangen werden.

Veränderungen am Fahrzeug, die eine Verschlechterung des Abgas- oder Geräuschverhaltens nach sich ziehen oder die zu einer Gefährdung von Verkehrsteilnehmern führen, haben das Erlöschen der Betriebserlaubnis des jeweiligen Fahrzeugs zur Folge.

Um dies und die dann erforderlichen Maßnahmen (Einzelbegutachtung des Fahrzeugs gemäß § 21 StVZO bei der sogenannten Technischen Prüfstelle für den Kfz-Verkehr (TP) und ggf. Wiedererteilung der Betriebserlaubnis durch die zuständige Zulassungsbehörde) zu vermeiden, sollte für jede Änderung am Fahrzeug ein entsprechendes Prüfzeugnis vorliegen.

Hierfür kommen verschiedene Dokumente in Frage, wobei am häufigsten

  • Teilegutachten
  • Allgemeine Betriebserlaubnisse (ABE) für Fahrzeugteile
  • Allgemeine Bauartgenehmigungen (ABG) für Fahrzeugteile und Genehmigungen nach EG oder ECE

vorliegen.

Wichtig ist, dass bei Teilegutachten immer eine Änderungsabnahme vorgeschrieben ist und es bei ABE und ABG den Auflagen zu entnehmen ist, ob eine solche Abnahme vorgeschrieben ist oder nicht.

Im Rahmen der HU werden festgestellte technische Änderungen auch dahingehend überprüft, ob eventuell vorgeschriebene Abnahmen durchgeführt worden sind. Bei Bedarf kann diese nachträglich durchgeführt werden.

Alle DEKRA Prüfingenieure sind zur Durchführung der Änderungsabnahmen berechtigt.

Falls die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erloschen ist, weil z.B. Änderungen ohne Prüfzeugnis durchgeführt worden sind, können die amtlich anerkannten Sachverständigen von DEKRA an den Prüfstellen der TP in den östlichen Bundesländern und in Berlin die notwendigen Begutachtungen durchführen.

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