Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz

Kundenspezifische Voraussetzungen, Empfehlungen und Hinweise für Infektionsschutzmaßnahmen

Präventions- und Hygienemaßnahmen

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber nach dem ArbSchG die Verpflichtung, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten am Arbeitsplatz zu beurteilen und Schutzmaßnahmen abzuleiten (Gefährdungsbeurteilung ).

Die Gefährdungsbeurteilungen sind dahingehend anzupassen.

In dieser Beurteilung sind auch Gefährdungen durch Infektionen zu berücksichtigen und geeignete Präventions- und Hygienemaßnahmen umzusetzen. Zielstellung aller Infektionsschutzmaßnahmen muss die Verzögerung der weiteren Ausbreitung des Virus sein.

Unternehmensorganisation

  • Maßnahmen zur Rückverfolgung möglicher Infektionswege.
  • Bei der Einbindung externer Unternehmen und Dienstleiste (z. B. Reinigungsdienste, Unternehmensberater, Leiharbeitskräfte) einen Nachweis anfordern, dass deren eingesetzten Beschäftigten keinen Kontakt mit Personen aus den Risikogebieten gem. der Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) hatten.
  • Der Aufenthalt von Besuchern und Gästen im Unternehmen ist nach Möglichkeit zu unterbinden.
  • Durchführung von Beratungen jeglicher Art nur bei dringender Notwendigkeit und mit geringer Personenzahl. Die Beratungen nach Möglichkeit über Telefon und Videokonferenz durchführen.
  • Sicherstellung dass die fremdsprachigen Beschäftigten (z. B. Kraftfahrer, Spediteure etc.) die Hygieneanforderungen und Schutzmaßnahmen verstanden haben.
  • Aushänge über Hygienemaßnahmen in Toilettenräumen und sonstigen geeigneten Stellen (Schwarzes Brett) anbringen.

Unternehmenseinrichtung

  • Umsetzung der nach ASR 4.1 Abschnitt 5.1 geforderten Reinigungsintervalle. (Toilettenräume und ihre Einrichtungen sind in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Nutzung zu reinigen und bei Bedarf zu desinfizieren. Bei täglicher Nutzung müssen sie mindestens täglich gereinigt werden.)
  • Zeitversetzte Nutzung der Pausenbereiche organisieren.
  • Bereitstellung zusätzlicher Abfallsammelbehälter und deren tägliche Entleerung unter Berücksichtigung der Hygieneanforderungen.
  • Zusätzliche Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, falls Waschgelegenhei-ten nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Hygienemaßnahmen durch die Beschäftigten

  • Regelmäßiges Stoßlüften der Arbeits- und Aufenthaltsräume.
  • Regelmäßige und gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife.
  • Mindestens 1-2 Meter Abstand zu Personen einhalten.
  • Tätigkeiten auf Arbeiten beschränken, die möglichst allein durchgeführt werden können.
  • Augen, Nase und Mund nicht mit den Händen zu berühren.
  • Begrüßung durch Händeschütteln und Körperkontakt vermeiden.
  • Bedieneinheiten von Anlagen oder Maschinen generell nur mit geeigneten Handschuhen durchführen.
  • Gebrauchte persönliche Schutzausrüstung (PSA) fachgerecht über die Abfallbehälter entsorgen.
  • Spezifische PSA (z.B. Augen- und Gesichtsschutz) nicht durch mehrere Beschäftigte verwenden.

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