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Batterie überwintern - so geht's

Die nass-kalten Wintermonate verbringen Oldtimer wohlbehütet an trockenen, geschützten Stellplätzen. Während dieser Zeit ruhen aber auch deren Batterien – und entladen sich mit der Zeit, selbst im abgeklemmten Zustand.

Oldtimer-Batterie

Energieverlust trotz Ruhestand – wieso?
Selbst wenn die Batterie nicht aktiv ist, gibt es – wenn auch minimale – Verlustströme; Fachleute gehen hierbei von einer theoretischen Selbstentladung von täglich circa einem Prozent aus. Zudem entladen auch Verbraucher wie die Cockpituhr die Akkumulatoren mit der Zeit. Selbst wenn die Batterie vollständig abgeklemmt ist, kann ein Energieverlust nicht verhindert werden. Kühle Umgebungstemperaturen fördern diesen Vorgang zusätzlich. Der ideale Aufbewahrungsort für ruhende Batterien hat Zimmertemperatur, also um die 20 bis 25 Grad – und die Batterie selbst ist vollständig geladen. Entlädt sich eine Batterie zu drastisch, kann dies schwerwiegende Folgen für die Ladekapazität und die Lebensdauer haben. Nimmt man eine vollgeladene Zwölfvolt-Bleibatterie als Beispiel, mit einer tatsächlichen Spannung von 12,7 Volt, so gilt diese schon bei einem Wert von 11,5 Volt als tiefentladen. Bei einer Spannung von 10,5 Volt entstehen durch Sulfatierung Kristalle, die sich in die Bleiplatten fressen und der Ladekapazität stark zusetzen. Es ist nun zwar noch möglich, die Batterie zu laden, doch den ersten Startversuch des Wagens wird sie nicht mehr schaffen.

Praktisch und unkompliziert: Erhaltungsladegeräte
Sogenannte Erhaltungsladegeräte machen es einfach, dem Energieverlust der Batterie vorzubeugen. Sie überwachen die Spannung der Batterie und laden diese bis zum Maximalwert auf, sobald der Ladezustand unter einen bestimmten Wert fällt. Ist das Gerät maximal aufgeladen, beendet das Erhaltungsladegeräte automatisch seine Tätigkeit und schaltet sich ab. Somit ist keine manuelle Prüfung des Ladezustandes und der Spannung der Batterie nötig. Wer dennoch auf konventionelle Ladegeräte setzt, sollte den Ladestand der Batterie einmal im Monat prüfen, sie gegebenenfalls wieder anklemmen und komplett aufladen. Natürlich muss hierbei manuell überprüft werden, wann der Maximalwert erreicht ist. Ein Erhaltungsladegeräte, das dies vollautomatisch unternimmt, erleichtert die Akkupflege ungemein. Dennoch gibt es beim Kauf eines solchen Gerätes einige Dinge zu beachten. So gibt es Erhaltungsladegeräte für unterschiedliche Spannungen, wie sechs oder zwölf Volt. Auch die Bauart der zuladenden Batterie ist ausschlaggebend bei der Anschaffung des Gerätes, schließlich brauchen beispielsweise Bleibatterien andere Lader als Lithium-Ionen-Akkus.

Batterieladen will gelernt sein
Egal, ob Sie Ihre Batterie nun an ein Erhaltungsladegerät oder einen konventionellen Lader hängen, beim Ladevorgang selbst sollte darauf geachtet werden, dass eine gute Luftzirkulation im Raum herrscht. Sollte sich die Batterie Ihres Wagens beim Laden im Innen- oder Kofferraum befinden, sollte auch hier durch geöffnete Fenster oder Heckdeckel ausreichend Luftzirkulation gewährleistet werden. Beim Laden mit älteren Geräten kann gefährliches Knallgas entstehen, welches schon beim simplen Betätigen des Lichtschalters eine große Gefahr darstellen kann – eine gute Durchlüftung ist hier eine Notwendigkeit. Auch Erhaltungsladegerät laufen warm, wenn sie tätig sind und sollten daher auf keinen Fall abgedeckt werden. Achtung auch beim Ladevorgang selbst: Wer mehrere Ladegeräte gleichzeitig an einer Mehrfachsteckdose anschließt, sollte hier die Maximalbelastungsangaben beachten. Kommt es dabei zu einer Überlastung können die Kabel schonmal zu glühen beginnen, und stellen ein große Brandgefahr da. Auch Multitasking mit einem Ladegerät ist keine gute Idee: Wer zwei oder mehrere parallel geschaltete Batterien gleichzeitig an ein Ladegerät hängen möchte, sollte beachten, dass dies nur mit Akkus gleicher Bauart, Spannung, Säuredichte und Ladezustand funktioniert – was realistisch kaum möglich vorkommt. Bei wartungsfreien Batterien ist dies auch nicht prüfbar. Daher lieber eins nach dem anderen und lieber die Batterien einzeln nacheinander laden. Beim Laden mit dem herkömmlichen Ladegerät sollte die Batterie am besten ausgebaut sein. Auch wichtig: bei nicht wartungsfreien Akkus alle Deckel öffnen! Eine Sorge weniger: Das Batterieladen – zumindest mit den Erhaltungsladern – drückt nicht sonderlich auf den Strombedarf und lässt die jährliche Abrechnung nicht in himmlische Höhen steigen.

Batteriepflege: so geht’s
Nicht nur beim Laden der Batterie, auch bei der weiteren Batteriepflege gibt es einiges zu beachten. Beim Prüfen der Spannung der Batterie ist es sinnvoll, das Gerät im eingebauten Zustand während des Startvorgangs des Wagens zu messen; bei der Prüfung mit dem Multimeter wird sonst lediglich die Spannung im unbelasteten Zustand angezeigt. Die Messung der Säuredichte der Batterie gibt auch Aufschluss über den Zustand des Akkus. Mit einem Säureheber kann dieser Wert an dem Kraftspeicher direkt abgelesen werden. Nicht nur der Wagentank muss stets aufgefüllt sein, um zu funktionieren, auch der Batterie darf nicht buchstäblich der Saft ausgehen. Füllt man die Batterieflüssigkeit nach, darf auf keinen Fall Batteriesäure verwendet werden! Destilliertes Wasser ist hier die korrekte Flüssigkeit. Aber Vorsicht: Niemals ohne Handschuhe an der Batterie arbeiten oder das Gerät auffüllen, Batteriesäure ist stark ätzende und könnte eventuell herausspritzen. Die Batterie hat den richtigen Füllstand erreicht, wenn ihre Bleiplatte vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist. Die Batteriepole sollten regelmäßig gereinigt werden, um die Lebensdauer des Akkus nicht zu beeinträchtigen. Polfett schützt und konserviert die Anschlüsse und sollte großzügig aufgetragen werden.

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