Bibiana Steinhaus: Abschied von der großen Fußballbühne

Die sympathische DFB-Schiedsrichterin beendet mit 41 Jahren ihre aktive Karriere

Als erste Schiedsrichterin in der Bundesliga schrieb Bibiana Steinhaus Geschichte. Bei DEKRA war sie stets ein gern gesehener Gast, unter anderem als Co-Moderatorin des Gesundheitstags 2018. Und auch als Schiri leitete sie auch einige Spiele beim DEKRA Fußballturnier in Stuttgart. Nun beendet die Hannoveranerin, die von Beruf Polizistin ist, ihre aktive Karriere.

Bibiana Steinhaus

An einem Sonntag im September 2017 schaute die Welt auf Bibiana: Sie pfiff in Berlin die Partie Hertha BSC gegen Werder Bremen. Millionen sahen sie im Fernseher, viele auch internationale Journalisten und hochrangige Fußballfunktionäre waren ins Stadion gekommen, um das Debut der ersten Schiedsrichterin in der höchsten deutschen Liga zu sehen.

„Bibiana ist eine Ausnahme-Erscheinung“, lobte DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich damals und dankte ihr zum Abschied: „Ihr gebühren höchste Anerkennung für das, was sie erreicht hat, höchster Respekt für ihre Entscheidung und auch ein großer Dank von meiner Seite für die absolut vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Steinhaus sei „eine absolute Bereicherung für den Fußball, sowohl von ihrer Art, die Spiele zu leiten, als auch im persönlichen Umgang“.

23 Spiele leitete Steinhaus im Oberhaus und war darüber hinaus regelmäßig als Vierter Offizieller und zuletzt auch als Video-Assistentin im Einsatz. Zehn Jahre zuvor hatte sie in der 2. Bundesliga debütiert und dort sukzessive Vorurteile abgebaut. Sechs Mal wurde sie „Schiedsrichterin des Jahres“, jeweils dreimal vertrat sie Deutschland bei der WM und EM der Frauen.

Ganz vorbei ist Bibianas Karriere allerdings nicht: Sie wird künftig als Video-Assistentin im "Kölner Keller" arbeiten. "So kann ich meine sportlichen Ambitionen unter anderen Vorzeichen weiterhin unter Beweis stellen."

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