Typprüfung für E-Scooter

DEKRA Expertentipp

E-Scooter, die elektrisch angetriebenen Tretroller, sind ein heiß diskutiertes Thema. Bis vor kurzem war der Betrieb im normalen Straßenverkehr nicht erlaubt, aber nun kommt Schwung in die Thematik. Der Gesetzgeber hat diese elektrischen Kleinstfahrzeuge – die vor allem für die letzten Kilometer zum Ziel interessant sind, – seit Mitte Juni 2019 legalisiert. Dazu ist jedoch eine Typprüfung oder Homologation erforderlich. Diese Dienstleistung bietet DEKRA den Herstellern dieser Fahrzeuge an.

Hersteller, die E-Tretroller in Zukunft für den legalen Straßeneinsatz anbieten wollen, müssen eine Amtliche Betriebserlaubnis (ABE) vorweisen können. Ohne diese erhält der Roller keine für den Betrieb erforderliche Versicherungsplakette.

eScooter

Diese Kennzeichnung ist schon von Mofas und Kleinkrafträdern bekannt. Ohne eine solche Kennzeichnung besteht bei einem Unfall keinerlei Versicherungsschutz.

Die Spezialisten von DEKRA kennen die Voraussetzungen, die für die Erlangung einer ABE erfüllt sein müssen. Wichtige Komponenten an E-Scootern sind vor allem die Beleuchtung – dazu zählen Vorder- und Rücklicht sowie Rückstrahler vorn, seitlich und hinten – ein Schallzeichen und zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen. Für die ABE nicht erforderlich, jedoch möglich, sind Blinkeinrichtungen, Bremslicht oder ein Rückspiegel. Weitere Schwerpunkte der Prüfungen bilden auch Tests zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)), Motorleistung und Batteriesicherheit.

Neben den statischen Untersuchungen in den Labors führt DEKRA auch praxisnahe Tests durch, welche die Alltags- und Verkehrstauglichkeit nachweisen sollen: Im Rahmen von Fahrdynamiktests müssen die Roller beispielsweise auch nachweisen, dass sie problemlos kleine Hindernisse meistern können.

Ansprechpartner

Steffen Hladik

Steffen Hladik

Leiter DTC – Gesamtfahrzeug

separator

DEKRA Automobil GmbH

Senftenberger Str. 30

01998 Klettwitz

Seite teilen