Geldwäschebeauftragte

DEKRA Experten sind externe Geldwäschebeauftrage

Autohäuser werden von Gesetzgeber als Güterhändler eingestuft. Bargeldzahlungen ab 10.000,00 € fallen unter das Geldwäschegesetz und erfordern die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten sowie dessen Meldung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde. Andernfalls drohen Sanktionen in Form von Geldbuße bis zu einer Million Euro oder bis zum Zweifachen des aus dem Verstoß gezogenen wirtschaftlichen Vorteils sowie die Untersagung der Geschäfts- oder Berufsausübung

Autohaus

Präventives Handeln gegen Geldwäsche ist unumgänglich. Denn korrupte und strafbare Handlungen schaden nicht nur der Reputation und Solidität des Unternehmens, sondern gefährden auch die Integrität eines jedes einzelnen Mitarbeiters.

Die Bekämpfung der Geldwäsche hat zum Ziel, Täter daran zu hindern, illegal erwirtschaftetem Geld den Anschein der Legalität zu geben. Sie sollen es nicht für ganz alltägliche Geschäfte nutzen können.

Die Bekämpfung der Geldwäsche hat eine repressive Seite, bei der es darum geht, die Täter zu ergreifen und zu bestrafen. Zudem gibt es eine präventive Seite. Bereits das Melden von Verdachtsfällen soll die Transparenz von Finanzströmen erhöhen und die Verschleierung von Geldströmen verhindern.

Was ist Geldwäsche?

Unter Geldwäsche versteht man die Einschleusung von illegal erwirtschafteten Geldern in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf. Geldwäsche ist strafbar. Das Strafgesetzbuch stellt Geldwäsche in § 261 Abs. 1 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren unter Strafe.

Geldwäscheprävention ist verpflichtend

Geldwäscheprävention nach dem „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG)“ ist für Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen verpflichtend. Das GwG selbst legt dabei einen sogenannten risikomanagementbasierten Ansatz fest: Die verpflichteten Berufsgruppen haben in eigener Verantwortung geeignete und angemessene Maßnahmen zu erarbeiten und zu implementieren, um dem Missbrauch zur Geldwäsche durch Dritte vorzubeugen. Dazu zählen allgemeine Sorgfaltspflichten wie die Identifizierung der Kunden, interne Sicherungsmaßnahmen wie die Schulung betroffener Mitarbeiter und schließlich Nebenpflichten wie die Abgabe von Verdachtsmeldungen.

Wer als Verpflichteter, auch ohne Vorsatz, aus Unwissenheit oder unabsichtlich gegen die Auflagen und Pflichten nach dem GwG verstößt, muss mit hohen Geldbußen und gravierenden gewerberechtlichen Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus können auch strafrechtliche Konsequenzen, etwa wegen leichtfertiger Tatbestandserfüllung der Geldwäsche nach § 261 Abs. 5 StGB, drohen.

Aufgaben eines Geldwäschebeauftragten

Die Tätigkeit eines Geldwäschebeauftragten ist vielfältig und verantwortungsvoll. Obwohl in den meisten Fällen noch der Posten des Geldwäschebeauftragten intern besetzt wird, ist zu beobachten, dass immer mehr Verpflichtete aus Kostengründen diese Tätigkeit auf externe Geldwäschebeauftragte verlagern.

Anforderungen an Geldwäschebeauftragte

Der Gesetzgeber hat nicht geregelt, welche Ausbildung und Qualifikationen der Geldwäschebeauftragte besitzen muss. Fest steht lediglich, dass der Geldwäschebeauftragte über die notwendige Sachkunde verfügen muss.

Allgemein lässt es sagen, dass Wirtschaftsprüfer und Volljuristen mit entsprechenden Qualifikationen, die sie durch fachspezifische Aus- und Weiterbildung erlangt haben, oder mit Berufserfahrung auf dem Gebiet der Bekämpfung von Geldwäsche und Wirtschaftskriminalität als sachkundig gelten.

Die verpflichteten Unternehmen haben auch die Möglichkeit, die Aufgaben des Geldwäschebeauftragten auf externe Dritte zu übertragen. Gerade in Unternehmen, in denen nur die Geschäftsführung oder Vorstand als Geldwäschebeauftragte in Betracht kommen, bietet es sich an, einen externen als Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Damit wird ein möglicher Interessenkonflikt vermieden.

Interne Geldwäschebeauftragte werden nur in Banken und anderen Finanzinstituten als ausgebildete Experten eingestellt, um sich dann in Vollzeit dieser Aufgabe zu widmen. Gewöhnlich muss sich ein interner Beauftragter erst in die komplexe Materie der Geldwäscheprävention einarbeiten, um die erforderliche Sachkunde aufzubauen.

Über eine erhebliche Zeitspanne kann er einerseits noch keine vollwertige Beratung leisten und andererseits seinen eigentlichen Aufgaben im Unternehmen nur eingeschränkt nachkommen. Das Unternehmen muss zudem die Kosten für Fort- und Weiterbildungen zu übernehmen.

Im Rahmen der Bestellung des externen Geldwäschebeauftragten sind die genauen Anforderungen für die Leistungserbringung zu definieren und zu dokumentieren. Die Vereinbarung über die Bestellung muss in der Regel der zuständigen Aufsichtsbehörde vorgelegt werden.

Dem externen Geldwäschebeauftragten sind mit der Bestellung vertraglich ausreichende Befugnisse zur Erfüllung seiner Aufgaben einzuräumen. Er muss vollumfängliche Einsichts-, Prüf- und Kontrollrechte und jederzeit Zugriff auf alle relevanten Dokumente haben. Bei Bedarf sollte im Unternehmen eine Kontaktperson genannt werden, die als Ansprechpartner für den externen Geldwäschebeauftragten agiert.

Der externe Geldwäschebeauftragte muss sich im Rahmen der Bestellung zur Verschwiegenheit verpflichten.

Neben der Verpflichtung nach dem Datenschutzgesetz ist er auch auf das Geschäftsgeheimnis zu verpflichten.

Was leisten externe Geldwäschebeauftragte von DEKRA?

  • Stellung des Geldwäschebeauftragten
  • Durchführung von Standort- und Prozessanalysen
  • Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Geldwäschehandbuch und Unterlagen

Leistungen und betriebliche Pflichten

  • Bestandsaufnahme (Unternehmen, Kunden-, Vertriebs- und Produktstruktur
  • Feststellung und Bewertung betriebsspezifischer Risiken
  • Entwicklung risikobasierter und unternehmensindividueller Maßnahmen /z.B. Arbeitsanweisungen, Stichprobenkontrollen)
  • Dokumentation und Aktualisierung

Eine sorgfältige Risikoanalyse ist Voraussetzung und Strategiepapier für alle weiteren Maßnahmen im Unternehmen

  • Methoden der Geldwäsche (Branchenspezifisch)
  • Pflichten gemäß dem GwG
  • Sensibilisierung für das Risiko (Art, Umfang und Häufigkeit)
  • hauptsächlich im Kundenkontakt stehende Mitarbeiter

  • Geldwäscherelevante Aufgabenbereiche
  • Einstellung neuer Mitarbeiter

Ihr Kontakt

Klaus-Peter Junk

Produktleiter / -manager Datenschutz

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