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DEKRA Experten zum Nationalen Radverkehrsplan 3.0

Sicher Rad fahren: Infrastruktur, Ausbildung und technischer Zustand der Räder wichtig

14. Mai 2021

Der kürzlich vom Bundesverkehrsministerium vorgelegte Nationale Radverkehrsplan 3.0 ist aus Sicht der Experten von DEKRA insgesamt eine gute Grundlage für den künftigen Radverkehr in Deutschland. Eine Reihe dort festgeschriebener Grundsätze und Vorhaben decken sich mit Empfehlungen und Forderungen, die die Expertenorganisation in ihrem letzten Verkehrssicherheitsreport „Mobilität auf zwei Rädern“ formuliert hat. Allerdings sieht DEKRA in dem Plan auch Defizite, insbesondere im Hinblick auf sichere Fahrradtechnik und vorschriftsmäßige Ausrüstung.

  • Grundsätzlich gute Grundlage für den Radverkehr der Zukunft
  • Geschützte Radverkehrswege und früher Kompetenzerwerb zu begrüßen
  • Sichere Fahrradtechnik und vorschriftsmäßige Ausrüstung nicht vergessen

„Der Nationale Radverkehrsplan stellt mit Blick auf die Infrastruktur das Ziel heraus, ein lückenloses Netz aus sicher, intuitiv und komfortabel nutzbaren Wegen und Straßen zu schaffen. Dieses Vorhaben unterstützen wir uneingeschränkt“, so Jann Fehlauer, Geschäftsführer der DEKRA Automobil GmbH. „Dass es dafür unvermeidlich sein wird, Verkehrsflächen gegebenenfalls neu zu verteilen, hat unser Verkehrssicherheitsreport zu Zweirädern ebenso benannt wie es der Nationale Radverkehrsplan tut.“ Nachhaltig könne die Schaffung eines solchen lückenlosen Netzes nur dann sein, wenn auch die Instandhaltung im Blick behalten werde. „Außerdem sollte Radinfrastruktur auch bei herbstlichen und winterlichen Wetterbedingungen nutzbar sein. Das setzt unter anderem entsprechende Reinigungs-, Räum- und Streukonzepte voraus“, gibt Fehlauer zu bedenken.

Auch das Bekenntnis des Nationalen Radverkehrsplans mit Blick auf den Faktor Mensch, die Mobilitätsbildung an Schulen stärken zu wollen, begrüßen die DEKRA Experten ausdrücklich: „Aus unserer Sicht sollten möglichst alle Kinder im Grundschulalter eine Fahrradausbildung durchlaufen“, so Fehlauer. „Der frühzeitige Erwerb eigener Verkehrskompetenzen ist durch nichts zu ersetzen. Das bringt eine Menge auch im Hinblick auf andere Arten der Verkehrsteilnahme später im Leben.“ Genauso wichtig ist es aus seiner Sicht, den Straßenverkehr als Miteinander zu betrachten und den fairen Umgang miteinander zu fördern. „Hier stimmt vieles im Nationalen Radverkehrsplan mit dem überein, was DEKRA seit Jahren empfiehlt und fordert.“

Die Neufassung der Straßenverkehrsordnung mit ihrem gezielten Ansatz, Radfahrer besser zu schützen, geht aus Sicht von DEKRA ebenfalls in die richtige Richtung. Dass Verkehrsregeln bekannt gemacht, beachtet und überwacht sowie Verstöße geahndet werden müssen, unterstreicht der Nationale Radverkehrsplan ebenso wie verschiedene DEKRA Veröffentlichungen.

Beim technischen Zustand der Fahrräder ist Luft nach oben
DEKRA Automobil Geschäftsführer Fehlauer betont allerdings, dass nicht nur die Regeln in der Straßenverkehrsordnung (StVO) eingehalten und überwacht werden müssen, sondern auch die in der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). „Wenn es um den technischen Zustand von Fahrrädern und ihre vorschriftsmäßige Ausstattung geht, ist auf jeden Fall noch Luft nach oben – um es vorsichtig auszudrücken. Leider findet sich im Nationalen Radverkehrsplan zu diesem Themenkomplex insgesamt zu wenig“, so Fehlauer. „Dabei sind etwa gut funktionierende Bremsen genauso wie vorgeschriebene aktive und passive Beleuchtungseinrichtungen für die Sicherheit im Radverkehr absolut elementar.“

Das gilt aus seiner Sicht erst recht angesichts des anhaltenden Pedelec-Booms in Deutschland. „Dadurch erhöhen sich die Geschwindigkeiten und Gewichte – und damit gleichzeitig das Gefahrenpotenzial“, so der DEKRA Geschäftsführer. „Insgesamt ist eines klar: Wenn in Zukunft immer mehr Deutsche aufs Fahrrad oder aufs Pedelec steigen sollen, dürfen Technik und Ausrüstung erst recht nicht außer Acht gelassen werden.“

Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2020 „Mobilität auf zwei Rädern“ ist online zu finden unter www.dekra-roadsafety.com – inklusive weitergehender Inhalte wie Bewegtbilder und interaktive Grafiken.

Kontakt für Journalisten

Wolfgang Sigloch

Pressesprecher Automobil

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+49.711.7861–2386
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Fax +49.711.7861–742386

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