Umgang mit Tieren

Hinweise zum sicheren Umgang mit Hund, Katze und Co.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Haustieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Haustieren übertragen werden.

Nach den vorliegenden Stellungnahmen des European Centre for Disease Control (ECDC) und der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) gibt es keine Hinweise auf Infektionen von Haus- und Nutztieren mit SARS-CoV-2. Allerdings fehlen derzeit noch tiefergehende wissenschaftliche Untersuchungen. Am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wurden daher erste Experimente zur Empfänglichkeit von Nutztierspezies wie Schwein und Huhn begonnen.
Für die klassischen Haustiere wie Hund und Katze werden zunächst keine weiteren zwingenden Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen.
Allerdings kann im Einzelfall und bei Auftreten von klinischen Symptomen eine Beprobung und Testung der Tiere auf eine SARS-CoV-2 Infektion durchgeführt werden, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen. In diesem Fall sollte sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen.
Es ist immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt, etwa, Hände gründlich mit Seife zu waschen.
(Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Internet Datum 18. März 2020)

Empfehlungen und Hinweise - Gefährdungsbeurteilung

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes hat der Arbeitgeber die Gefährdung der Beschäftigten durch die Tätigkeiten mit Biostoffen vor Aufnahme der Tätigkeit zu beurteilen. Die Gefährdungsbeurteilung ist fachkundig durchzuführen. Verfügt der Arbeitgeber nicht selbst über die entsprechenden Kenntnisse, so hat er sich fachkundig beraten zu lassen.
Der Arbeitgeber hat die Gefährdungsbeurteilung unverzüglich zu aktualisieren, wenn maßgebliche Veränderungen der Arbeitsbedingungen oder neue Informationen, zum Beispiel Unfallberichte oder Erkenntnisse aus arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen, dies erfordern oder die Prüfung von Funktion und Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen ergeben hat, dass die festgelegten Schutzmaßnahmen nicht wirksam sind.
Ansonsten hat der Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung mindestens jedes zweite Jahr zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.

Beispiele für relevante Tätigkeiten

Beim Umgang mit Tieren kann es zum Beispiel bei folgenden Tätigkeiten zur Gefährdung durch Biostoffe kommen:
  • Direkter Kontakt zu Versuchstieren
  • Staub- und Aerosolbildung (Wechsel von Einstreu, Nahrungsaufnahme)
  • Biss- und Schnittverletzungen
  • Untersuchung, Lagerung, Entsorgung von Tiermaterialien
  • Kontakt mit kontaminiertem Material
  • Desinfektions- und Reinigungsarbeiten
  • Medizinische Untersuchung/Behandlung/Versorgung von Tieren
  • Überwachung landwirtschaftlicher oder privater Tierhaltungen
  • Entnahme, Bearbeitung, Aufbereitung oder Untersuchung von Proben
(Quellen: TRBA 120, TRBA 260)

Schutzmaßnahmen und Recht

Zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sind durch den Arbeitgeber Informationen zu beschaffen (§ 4 BioStoffV), die Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen (§§ 4–6 BioStoffV) sowie Schutzmaßnahmen festzulegen (§§ 9–10 BioStoffV).
Bei Tätigkeiten mit einer Exposition mit Gesundheitsgefährdung durch Labortierstaub in Tierhaltungsräumen und -anlagen ist eine arbeitsmedizinische Pflicht- bzw. Angebotsvorsorge nach Anhang Teil 1 Abs. 1 Nr. 2 bzw. Abs. 2 Nr. 2 ArbMedVV zu veranlassen bzw. anzubieten.
(Quelle/ Information: Anh. II BioStoffV; TRBA 120; TRBA 200; TRBA 260; TRBA/TRGS 406; TRBA 500; ArbMedVV)
Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns.