Im Fasching unbeschwert feiern: Auto besser stehen lassen

Die Sachverständigen von DEKRA warnen Autofahrer vor Alkoholfahrten in der Faschingszeit. „Wer unbeschwert feiern will, sollte sein Fahrzeug besser in der Garage lassen und auf die Öffentlichen oder das Taxi umsteigen“, empfiehlt Thomas Wagner, Verkehrspsychologe bei DEKRA.

Gerade in der Faschingszeit kontrolliert die Polizei verstärkt, um Alkoholfahrer aus dem Verkehr zu ziehen. Wer die Promillegrenze ignoriert, dem droht, dass nach der Party auch für den Führerschein alles vorbei ist.

Ergibt der Alko-Test mehr als 0,5 Promille, muss schon beim ersten Verstoß mit 500 Euro Geldbuße, vier Wochen Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Nicht ohne Grund kennt der Gesetzgeber hier kein Pardon: Bei 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko für Autofahrer um das Doppelte, bei 0,8 Promille um das Vierfache und bei 1,1 Promille um mehr als das Zehnfache.

Aber auch ein „Bierchen in Ehren“ kann schon zu viel sein. Fällt der Fahrer mit 0,3 Promille durch ein erheblich unsicheres Fahrverhalten auf oder ‚baut‘ er gar einen Unfall, ist er seinen Schein für mindestens sechs Monate los, zudem droht eine empfindliche Geldstrafe. Ein Unfallfahrer ab 0,3 Promille wird vom Gesetz als Straftäter behandelt, dem bis zu fünf Jahre Führerscheinentzug, der Verlust des Versicherungsschutzes und eine saftige Geldstrafe im Bereich von mindestens einem Monatsgehalt drohen.

Noch niedriger liegt die Schwelle für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren, denn für sie gilt die strikte 0,0 Promille-Grenze. Bei diesen Personen kann schon ein Gläschen zum Verhängnis werden. Konsequenzen sind ein Bußgeld von 250 Euro, ein Punkt in Flensburg, Teilnahme an einem Aufbauseminar und die Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre.

Häufig wird auch der Restalkohol unterschätzt. Der menschliche Körper baut in einer Stunde nur 0,1 bis 0,15 Promille ab. Wer 1,5 Promille hat, braucht somit 10 bis 15 Stunden, um wieder nüchtern zu werden. „Es gibt definitiv kein Wundermittel, um Alkohol schneller abzubauen“, betont Wagner. „Zwar fühlt man sich nach einer Tasse Kaffee frischer, der Einfluss auf die Höhe des Alkoholspiegels ist aber unbedeutend.“