Taxonomiekonforme Produkte und Dienstleistungen

Zertifizierung nach den Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem, welches die Nachhaltigkeit von Wirtschaftstätigkeiten bewertet. Mit der EU-Taxonomie werden durch einheitliche, sektorspezifische Kriterien die ökologischen Nachhaltigkeitsanforderungen an Produkte und Dienstleistungen standardisiert.

Während die Berichterstattung nach der EU-Taxonomie für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und 450 Mio. Euro Umsatz verpflichtend ist, bietet die freiwillige Anwendung der EU-Taxonomie auch für kleine und mittelständische Unternehmen diverse Vorteile.
Zeigen Sie transparent und nachweislich auf, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen taxonomiekonform sind, indem Sie Ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio gemäß der ökologischen und sozialen Kriterien der EU-Taxonomie zertifizieren lassen (Verordung (EU) 2020/852)
  • Beschleunigung der Finanzierung von Projekten: Die verifizierte Erfüllung von EU-Taxonomie-Kriterien erleichtert den Zugang zu Finanzierung durch Banken und andere Investoren.
  • Akquise und Bindung von Kunden: Die EU-Taxonomie setzt sich insbesondere in der Bau-, Transport-, Maschinenbau- und Energiebranche zunehmend durch. Die Zertifizierung nach EU-Taxonomie ist bei der Sicherung von neuen Aufträgen wie auch bei der Haltung von Bestandskunden von Vorteil.
  • Risikomanagement: Nicht nur bei der Vermeidung von Greenwashing-Vorwürfen, auch bezüglich der Weiterentwicklung Ihres Produktporfolios stärkt die Zertifizierung nach der EU-Taxonomie Ihrem Unternehmen den Rücken.

Der Prozess zur Zertifizierung der Taxonomie-Konformität Ihres Produktes / Ihrer Dienstleistung gestaltet sich wie folgt:

1. Produktauswahl und Zuordnung zu einer Wirtschaftstätigkeit: Prüfung der Taxonomie-Fähigkeit des Produkts / der Dienstleistung und korrekten Zuordnung zur korrespondierenden Wirtschaftstätigkeit gemäß EU-Taxonomie.
2. Offenlegungsanforderungen und Dokumentation: Strukturierung der bereitgestellten Daten & Dokumente und Prüfung auf Vollständigkeit gemäß den Technischen Bewertungskriterien und dem sozialen Mindestschutz der EU-Taxonomie.
3. Bewertung & Prüfung basierend auf den Taxonomie-Konformitäts-Kriterien: Prüfung der Erfüllung der Taxonomie-Konformität und Bewertung der Qualität der Nachweisdokumentation – basierend auf den Anforderungen der EU-Taxonomie.
4. Bewertung & Prüfung basierend auf den Taxonomie-Konformität-Kriterien: Bewertung und – bei Erfüllung - Bestätigung der Taxonomie-Konformität des Produkts durch Prüfbericht und Ausstellen eines Taxonomie-Konformitäts-Zertifikats.
Häufig gestellte Fragen
Ja, auch ohne Berichtspflicht ist eine Zertifizierung der Taxonomie-Konformität möglich und in vielerlei Hinsicht von Vorteil, beispielsweise für den Zugang zu Finanzierung oder bei der Teilnahme an Vergabeverfahren und Ausschreibungen.
Ein Produkt oder eine Dienstleistung muss Teil des Klassifizierungssystem der EU-Taxonomie, also taxonomiefähig sein. Nur für taxonomiefähige Produkte und Dienstleistungen bietet die EU-Taxonomie Nachhaltigkeitskriterien, sodass eine Prüfung und Zertifizierung nach Taxonomie-Konformität vorgenommen werden kann. In einem Erstgespräch stellt DEKRA fest, welche der Produkte und Dienstleistungen Ihres Unternehmens taxonomiefähig sind und somit für den Zertifizierungsprozess in Frage kommen.
Die Prüfung der Taxonomie-Konformität erfolgt anhand der Technischen Bewertungskriterien und des sozialen Mindestschutz, welche von der EU-Taxonomie festgelegt und in Form von delegierten Rechtsakten veröffentlicht wurden. Für die Zertifizierung der Taxonomie-Konformität müssen alle Kriterien erfüllt und prüfbar nachgewiesen werden.
Die Green Claims Directive und die EmpCo-Richtlinie verlangt, dass umweltbezogene Aussagen nachweisbar, überprüfbar und wissenschaftlich fundiert sind. DEKRA prüft die Unterlage Ihres Unterenhmens systematisch und dokumentiert die Ergebnisse der Prüfung transparent- Das DEKRA Zertifikat bestätigt die objektive Drittprüfung und bietet Ihnen somit eine belastbare Grundlage für Audits, Investorenanfragen oder Lieferkettenanforderungen.
Das Zertifikat kann für die externe B2B-Kommunikation Ihres Unternehmens genutzt werden. Soll das Zertifikat für die B2C-Kommunikation genutzt werden, so sind die Vorgaben der EmpCo- und Green Claims-Richtlinien zu beachten.
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