Alle Pakete können durch Einzeluntersuchungen entsprechend der individuellen Gefährdungsbeurteilung ergänzt werden. Die Bestimmung aller Kenngrößen beinhaltet immer die Korngrößenverteilung und Feuchte.
Einflussfaktoren auf die Kenngrößen und repräsentative Auswahl der Staubprobe
Das Explosions- und Zündverhalten von Stäuben hängt stark von Faktoren wie Staubfeinheit und Staubfeuchte ab. Je feiner der Staub, desto leichter ist er zu entzünden und desto heftiger kann die Reaktion ausfallen. Daher ist es wichtig, eine Staubprobe zu untersuchen, die in Bezug auf den Explosionsschutz den kritischsten Fall (worst case) abdeckt. In aller Regel sollten für Untersuchungen an abgelagertem Staub Korngrößen von < 250 µm und für solche an aufgewirbelten Staub von < 63 µm genutzt werden.
Häufig werden Stäube aber auch in einer Zusammensetzung von Korngrößen untersucht, die für die betrieblich vorliegenden Verfahren repräsentativ ist. Daher wird von jeder Staubprobe zunächst die Korngrößenverteilung und Feuchte bestimmt. Zusätzlich führen unsere Experten bei Bedarf eine Immediatanalyse durch.
Die zur Untersuchung benötigte Probenmenge ist abhängig von der zu bestimmenden Kenngröße. Die Angaben zur benötigten Staubmenge im Abschnitt „Einzeluntersuchungen“ dienen zur Orientierung. Häufig sind geringere Mengen ausreichend. Dies hängt aber von den Eigenschaften der Probe als auch von notwendigen Probeaufbereitungen ab. Die genaue Menge stimmen wir daher vor Versendung der Probe mit Ihnen ab.