Pascals Weg zu DEKRA begann während seines Studiums der Fahrzeugtechnik an der Hochschule München. Über einen Werkstudentenjob im Bereich Digitalisierung lernte er das Arbeitsumfeld kennen. Als seine Bachelorarbeit anstand, wollte sein damaliger Teamleiter ihn gerne bei DEKRA halten und fand ein passendes Thema für ihn. In Klettwitz beschäftigte er sich daraufhin ein halbes Jahr lang mit Cybersecurity und Software-Updates – damals noch ein vergleichsweise neues Themenfeld.
Heute arbeitet er als Fachspezialist für (fortschrittliche) Fahrerassistenzsysteme, funktionale Sicherheit und Cybersecurity im Bereich Gesamtfahrzeug. Sein Schwerpunkt: die technische Prüfung von Fahrerassistenzsystemen im Rahmen der Typgenehmigung – von Geschwindigkeitsregelungen und ACC bis hin zu Systemen für Lenkung und Bremse.
Seine Tätigkeit übt er sowohl auf den eigenen Teststrecken in Klettwitz als auch direkt beim Hersteller vor Ort aus. Bevor es allerdings auf die Strecke geht, wird zunächst sichergestellt, dass die Messtechnik korrekt kalibriert ist und die aufgezeichneten Daten verlässlich sind. Dann wird es praktisch: Auf der Teststrecke werden die in den jeweiligen Testkatalogen festgelegten Fahrsituationen durchgespielt – etwa wie ein Fahrzeug auf andere Verkehrsteilnehmer reagiert, wenn es bremsen oder die Spur wechseln muss. Für bestimmte Szenarien kommen sogenannte Soft Targets zum Einsatz. Die beweglichen Prüfobjekte „sehen aus wie Fahrzeuge und sind so beschaffen, dass Radar- und andere Fahrzeugsensoren sie erkennen können“, erklärt Pascal. So lassen sich unterschiedliche Situationen kontrolliert nachstellen.
Am Ende werden die Ergebnisse in einem Testprotokoll dokumentiert und anschließend in einen Testbericht überführt. „Wir prüfen aus technischer Sicht, ob das System den aktuell geltenden technischen Anforderungen entspricht.“, beschreibt Pascal seine Aufgabe. Die eigentliche Typgenehmigung erteilt anschließend die zuständige Behörde.
Für seine Arbeit ist er viel unterwegs. Die Prüfungen führen ihn zu Teststrecken und Herstellern in Europa und darüber hinaus. Auch in Asien ist er regelmäßig im Einsatz. Gerade diese Kombination aus Reisen und Einblicke in die Entwicklungen unterschiedlicher Fahrzeughersteller macht seinen Job für ihn interessant: „Man erhält Einblicke in viele OEMs (Fahrzeughersteller), wie es dort abläuft, wie die Prozesse sind, wie die Fahrzeuge entwickelt werden und was deren Fokusthemen sind.“
Und auch bei den Fahrzeugen selbst ist die Bandbreite groß. „Ich sag immer, wir machen alles vom E-Scooter bis zum Mähdrescher.“ Neben klassischen Pkw gehören für ihn beispielsweise auch land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zu den Projekten.
Seinen Arbeitsplatz hat Pascal dabei nicht ausschließlich am Lausitzring. Obwohl viele Prüfungen vor Ort stattfinden, sitzt er heute in München. Das war für ihn eine wichtige Voraussetzung, um nach seinem Studium in seine Heimatstadt zurückkehren zu können. DEKRA hat diese Lösung ermöglicht.
Dass sein Arbeitsalltag dabei immer wieder neue Fahrzeuge, Hersteller und Technologien mit sich bringt, ist für Pascal ein wesentlicher Teil dessen, was seine Arbeit spannend macht. „Wie setzen unterschiedliche Hersteller technisch die gleichen Dinge um? Das finde ich total interessant.“