Aktuelle DEKRA / Ipsos Studie

Werkstattbesuch sparen? Interesse an „Over-the-air“-Updates von Autos steigt weiter

01. Sept. 2026
  • Befragte glauben an Zeitersparnis und Komfort
  • Befragung unter 1.000 Fahrzeughaltern im Juni 2026
  • DEKRA: Updates können typgenehmigte Fahrzeuge grundlegend verändern

Autobesitzer in Deutschland interessieren sich mehrheitlich für drahtlose Software-Updates ihrer Fahrzeuge. In einer aktuellen Befragung der Expertenorganisation DEKRA und des Marktforschungsinstituts Ipsos äußern 56 % der Befragten grundsätzliches Interesse an so genannten „Over-the-Air“-Updates. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei 47 %.

Für 15 % der Befragten sind „Over-the-Air“-Updates eher uninteressant oder überhaupt nicht interessant. 18 % schlagen sich weder auf die eine noch auf die andere Seite. 11 % kennen das Verfahren, das in modernen Fahrzeugen zunehmend relevanter wird, bisher nicht. Die am häufigsten genannten Argumente für die drahtlosen Updates sind, dass man sich so einen Besuch in der Werkstatt sparen könne und dass man immer auf dem neuesten Stand sei – und das eben bequem und unkompliziert. DEKRA gibt zu bedenken, dass solche Updates in Zeiten zunehmend software-definierter Fahrzeuge grundlegende Veränderungen bedeuten können.
Was ist ein „Over-the-Air“-Update?
Mit der drahtlosen Aktualisierung von Fahrzeugsoftware können möglicherweise Fehler behoben, aber zum Beispiel auch zusätzliche Funktionalitäten freigeschaltet werden, ohne dass das Fahrzeug dazu in die Werkstatt kommt. Elektronische Funktionen können abgeschaltet, neue aufgespielt, Spezifikationen verändert werden. Jann Fehlauer, Geschäftsführer der DEKRA Automobil GmbH: „Damit entspricht das Fahrzeug, das im Rahmen der Homologation auf Herz und Nieren geprüft wurde und anschließend eine Typgenehmigung bekommen hat, nach dem Update möglicherweise in wichtigen Punkten nicht mehr dem typgenehmigten Stand.“
Aus seiner Sicht ist es deshalb erforderlich, dass eine neue Software-Version und ihre Auswirkungen auf das Fahrzeug genauso sorgfältig und unabhängig geprüft werden, wie die Fahrzeug-Software im Rahmen des ursprünglichen Typgenehmigungsverfahrens – und zwar, bevor das Update ausgerollt wird. „Später müsste dann im einzelnen Fahrzeug geprüft werden können, ob der Softwarestand diesem genehmigten ‚Zustand nach Update‘ entspricht. Alles andere halten wir mit Blick auf die Verkehrssicherheit für unverantwortlich,“ so Fehlauer.
Für die Online-Studie befragte Ipsos im Auftrag von DEKRA im Juni 2026 insgesamt 1.000 Autobesitzer, die selbst für die Wartung und Reparatur ihres Fahrzeugs verantwortlich sind. Weitere Informationen und eine Möglichkeit, die gesamte Studie zu bestellen, gibt es unter www.dekra.de/aftersales-studie.
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