Einzelbetriebserlaubnis

Keine Zulassung ohne Gutachten

Keine Zulassung ohne Gutachten

Wann eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE) notwendig ist

Eine Einzelbetriebserlaubnis zur Zulassung eines Fahrzeuges am öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland ist gemäß § 21 StVZO in folgenden Fällen nötig:

  • Einzelanfertigung von Fahrzeugen.
  • In Kleinserie produzierte Fahrzeuge.
  • Aus dem Ausland importierte Fahrzeuge ohne EG-Typgenehmigung.
  • Fahrzeuge mit umfangreichen baulichen Veränderungen nach individuellen Vorstellungen.
  • Fahrzeuge mit Umbauten für besondere Einsatzzwecke.
  • Fahrzeuge, deren Betriebserlaubnis erloschen ist, da sie länger als 18 Monate durch die Zulassungsstelle abgemeldet waren.

Basis für unsere Prüfungen bilden die EG-Richtlinien sowie § 21 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Fällt das Gutachten positiv aus, so erteilt die Zulassungsstelle anschließend eine Einzelbetriebserlaubnis (EBE) durch Ausstellen des Fahrzeugscheins.

Gutachten zur Erteilung einer Einzelbetriebserlaubnis können nur von amtlich anerkannten Sachverständigen (aaS) der Technischen Prüfstelle (TP) für den Kraftfahrzeugverkehr erstellt werden. Mit der Aufgabe der TP ist in Berlin und in den neuen Bundesländern DEKRA beauftragt.

Pkw wird zum Pkw mit Lkw-Zulassung

Wichtiges für den Umbau

Bei der Umrüstung eines Personenkraftfahrzeugs zu einem Pkw mit Lkw-Zulassung muss dieses so umgerüstet werden, dass tatsächlich und dauerhaft die Eignung als Fahrzeug zum Gütertransport gegeben ist. Dazu gehören:

  • ein entsprechendes Ladevolumen bzw. entsprechende Laderaumlänge,
  • bestimmte Forderungen hinsichtlich der Sitze, deren Verankerungen und den dazugehörenden Sicherheitsgurten und der Laderaumgestaltung
  • ein Erscheinungsbild des Aufbaus das einem Lkw entspricht (je nach zuständiger Bundesfinanzbehörde werden dazu Forderungen erhoben, die Verglasungen hinten nicht zulassen)
  • und u.U. genau definierte Nutzlastverhältnisse

Die steuerrechtliche Anerkennung der Klassifizierung als Lkw liegt in der Entscheidung der zuständigen Zollverwaltung. Erfolgt der Umbau hauptsächlich aus steuerrechtlichen Gründen, ist es ratsam vor Umbaubeginn diese Behörde zu konsultieren.

Auf jeden Fall sollte vor der Umrüstung Rücksprache mit dem amtlich anerkannten Sachverständigen (aaS) einer "Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr" (TP) gehalten werden, der letztendlich die Abnahme durchführen soll, um Details zur beabsichtigte Umrüstung, die Forderungen zur Begutachtung und die notwendige Änderung der Fahrzeugpapiere zu besprechen.

Wohnung auf Rädern

DEKRA Wohnmobil

Anforderungen beim Umbau zum Wohnmobil

Die Anforderungen an Wohnwagen bzw. Wohnmobile werden in einem Merkblatt des VdTÜV (Nr. 740) geregelt, wie:

  • Mindestausstattung für den Wohnteil (Sitz- und Schlafgelegenheit, Küche, Tisch, Stauraum)
  • Feste Montage von Einbauten, Heizung und Belüftung

Der Wohnteil muss den überwiegenden Teil des Fahrzeugs einnehmen und den Eindruck eines für Wohnzwecke geeigneten Raumes hervorrufen. Die Ausstattung des Wohnteils muss so beschaffen sein, dass auch bei Unfällen die Gefahr oder das Ausmaß von Verletzungen möglichst gering gehalten wird.

Grundsätzlich eignen sich fast alle größeren Fahrzeuge zum Umbau in ein Wohnmobil. In jedem Fall sollten Sie sich vor dem Umbau mit einem amtlich anerkannten Sachverständigen einer Technischen Prüfstelle (TP) abstimmen.

Die Abnahme der Änderungen können nur von amtlich anerkannten Sachverständigen (aaS) der Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr (TP) vorgenommen werden. Mit der Aufgabe der TP ist in Berlin und in den neuen Bundesländern DEKRA beauftragt.

Zusatztank schafft mehr Reichweite

Zusatztank

Vorschriften und Anforderungen beim Einbau

Der Einbau eines Zusatztanks unterliegt den gleichen Vorschriften, die für den serienmäßigen Tank gelten. Diese Vorschriften enthalten Anforderungen

  • An den Tank selbst (Material, Festigkeit, Überdruckbeständigkeit)
  • An dessen Anbringungsort (innerhalb oder außerhalb des Insassenraumes mit entsprechenden Zusatzforderungen wie Trennwand)
  • An dessen Befestigung und deren Festigkeit (bei Frontal- und Heckaufprall)
  • An den Anschluss der Leitungen und deren Verbindung untereinander (feste und flexible Leitungen)
  • Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladungen

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, spricht nichts gegen eine positive Begutachtung der Änderung am Fahrzeug.

Zuständig für die Prüfung des Einbaus ist die Technische Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr (TP). Mit der Aufgabe der TP ist in Berlin und in den neuen Bundesländern DEKRA beauftragt.

Kontakt

DEKRA Automobil GmbH

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Telefon +49.711.7861-0

Fax +49.711.7861-2240

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