DEKRA Verkehrssicherheitsreport

Mobilität auf zwei Rädern: Hohes Unfallrisiko von Zweiradfahrern muss nachhaltig gesenkt werden

Weltweit machen seit Jahren die Fahrer von motorisierten und nicht motorisierten Zweirädern rund 25 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer aus. Ähnlich ist die Situation in der EU, wobei 2019 zum Beispiel in Deutschland etwa ein Drittel der Verkehrstoten bei Unfällen mit dem Fahrrad oder dem Kraftrad zu verzeichnen waren.

Verkehrssicherheitsreport DEKRA

Schon diese wenigen Zahlen zeigen, dass beim Thema Verkehrssicherheit von Zweiradfahrern nach wie vor großer Handlungsbedarf besteht, zumal die Mobilität auf zwei Rädern in den nächsten Jahren tendenziell noch weiter zunehmen wird.

Das gilt für Krafträder – ob als Freizeitgefährt oder für den Weg zur Arbeit – und vor allem auch für Fahrräder mit und ohne elektrische Unterstützung. „Als Verkehrsteilnehmer ohne schützende Fahrgastzelle laufen Zweiradfahrer bei Alleinunfällen und vor allem auch bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen immer Gefahr, schwere oder sogar tödliche Verletzungen davonzutragen“, gab Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands DEKRA SE, im Rahmen eines Digitalevents in der Konzernzentrale von DEKRA in Stuttgart zu bedenken. Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2020 zeigt auf, wo es anzusetzen gilt.

Für Unfälle von und mit Zweiradfahrern sind mangelndes Risikobewusstsein, Missachtung der Verkehrsregeln, überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, Ablenkung und mangelnde Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern in hohem Maße mitverantwortlich. „Das müsste nicht sein“, mahnte der DEKRA Vorstand an, „denn durch verantwortungsbewusstes Verhalten, Interaktion und Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern sowie die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten lässt sich effizient gegensteuern.“

Große Straßenkreuzung mit verschiedenen Verkehrsteilnehmern

DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2020

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