Die Fachleute haben das Expertenwissen, um Fahrräder aller Art sach- und fachgerecht zu bewerten.
Bei einem Schadengutachten werden sämtliche Details des Fahrrades oder E-Bikes erfasst und alle relevanten Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören Fahrzeugalter, Zustand, Laufleistung und Sonderzubehör. Des Weiteren werden ausstehende und/oder bereits ausgeführte Reparaturen sowie Einsatzart und die Marktlage herangezogen.
Die Schadenbilder haben dabei einen wichtigen Einfluss und sind bei hochpreisigen Modellen meist nur von Fachleuten unter Zuhilfenahme von Herstellerinformationen exakt zu ermitteln. So sind Unfallschäden an einem aus Kohlefasern hergestellten Fahrradrahmen oft nicht mehr mit bloßem Auge zu erkennen. Um verborgene Risse bei hochwertigen Rahmen erkennen zu können, besteht die Möglichkeit einer Überprüfung mittels Thermographie-Verfahren, Röntgen oder CT.
Bei Schäden im Antrieb, beispielsweise der mechanischen Beschädigung im Tretlagerbereich, sind zusätzlich noch Herstellerrichtlinien zu berücksichtigen. So schreibt beispielsweise ein namhafter Hersteller von Antriebseinheiten vor, dass bei starker axialer Krafteinwirkung im Bereich der Tretlagerachse der Antriebsmotor zu erneuern ist. Da ein Großteil der Sensorik im Bereich des Tretlagers sitzt, wäre bei Nichtbeachten die Gefahr eines Folgeschadens sehr hoch.