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Oldtimer im Wandel der Zeit

"Damals" und heute: Oldtimer im Wandel der Zeit, Teil I

Denkt man an die 1990er Jahre zurück, waren Oldtimer wahre Exoten auf den Straßen. Ein fahrtüchtiges klassisches Fahrzeug besaß Seltenheitswert. Auch heute noch sind Fahrzeuge aus der Zeit des Wirtschaftswunders oder früher – wie etwa Vorkriegsfahrzeuge – ganz besondere Raritäten. In Technik, Design und Ausstattung, aber auch in ihrer Markenvielfalt unterschieden sich die Oldtimer von „damals“ ganz klar von den zeitgenössischen Modellen. Ein Fahrzeug, welches heute das H-Kennzeichen erhält, fällt längst nicht unbedingt im Straßenverkehr auf.

Wie kommt es, dass sich Klassiker von „damals“ so stark von „modernen“ Klassikern unterscheiden? Legen Sie den Sicherheitsgurt an – wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die automobile Geschichte des 20. Jahrhunderts….

Zur international gebräuchlichen Klassifizierung haben u. a. der Oldtimer-Weltverband FIVA die Fahrzeuge des letzten Jahrhunderts in Baujahrsklassen eingeteilt. Fahrzeuge der Klasse A wurden bis einschließlich 1904 produziert und werden als „Ancestor“ bezeichnet. Zur Klasse B gehören „Veteran“-Fahrzeuge von 1905 bis 1918. „Vintage“-Fahrzeuge der Klasse C wurden 1919 bis 1930 produziert. Von 1931 bis 1945 produzierte „Post-Vintage“-Fahrzeuge gehören der Klasse D an. Zu „Post War“ gehören 1946 bis 1960 produzierte Fahrzeuge der Klasse E. Zur Klasse F gehören Fahrzeuge von 1961 bis 1970, zur Klasse G alle Fahrzeuge ab 1971 bis zur Erreichung der 30-Jahres-Altersgrenze. Für die letzten beiden Klassen gibt es keine eigenen Bezeichnungen mehr – im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man sie als „Oldtimer“ bzw. „Classic Car“. Der Begriff „Youngtimer“ bezeichnet Fahrzeuge ab etwa 20 Jahren, ist jedoch keine offizielle Kategorie und wird im FIVA-Technical Codes nicht mit aufgeführt. Offiziell existiert eine Klasse H noch nicht. Manche Kreise sprechen aber bereits von „Classics of the Future“.

Oldtimer im Wandel 1

Ancestor, Veteran, Vintage und Post Vintage
Die ersten produzierten Automobile in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts waren vor allem Eines: Luxusmodelle. In den kleinen Manufakturen von Maybach, Horch, Bugatti, Rolls Royce oder Hispano-Suiza wurden die prestigeträchtigen Fahrzeuge damaliger Stars und Royals hergestellt. Von Standardisierungen war man weit entfernt. Dafür zeichnen sich die Fahrzeuge der zahlreichen Kleinserien und Manufakturen durch individuelle Designs aus. Für Furore sorgte etwa ein maßgeschneiderter Hispano-Suiza H6 „Tulpenholz“-Rennwagen aus dem Jahr 1924. Mit seiner „Boat Tail“-Karosserie aus honduranischem Holz und Kupferapplikationen schrieb sein Besitzer André Dubonnet glamouröse Rennsportgeschichte.

Neben besonders luxuriösen Kleinstserien rollten jedoch schnell auch die ersten industriellen Produktionen vom Fließband: In den USA läuteten Ford, in Europa Citroen und Peugeot die Automobilproduktion im großen Stil ein.

Post War
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann das Wirtschaftswunder. Gerade die deutsche Automobilindustrie erlebte einen nie da gewesenen Aufschwung. Das Automobil wurde gleichzeitig Symbol und Beschleuniger des Wirtschaftswunders. Modelle wie VW Käfer, Ford Taunus oder Mercedes 170 waren plötzlich einer breiten Masse zugänglich. Und wer es sich leisten konnte, fuhr bereits Anfang der 1950er mit seinem neuen DKW ins exotische Sehnsuchtsland Italien. Mit zunehmender Industrialisierung wurden Fahrzeuge nun in richtiger Massenproduktion hergestellt. Gleichzeitig konnte sich die Markenvielfalt der Vorkriegszeit nicht halten. In der gesamten Automobilgeschichte soll es seit 1883 gut 10.000 Fabrikate gegeben haben. Gerade in der Anfangszeit scheiterten viele Marken an Enthusiasten mit guten Ideen, jedoch ohne genügend Geschäftssinn. Auch während des zweiten Weltkrieges waren zahlreiche Kleinserien und Manufakturen der Äras Ancestor, Veteran und Vintage auf der Strecke geblieben. Doch mit etwas Glück kann man die eine oder andere Rarität auf einem Oldtimer-Treffen bewundern. Die 1960er und 70er Jahre brachten noch einmal zahlreiche Innovationen und Veränderungen in der Automobilproduktion. Auf einmal erwachte auch ein ganz neues Verständnis von der Bedeutung und Pflege des Kulturguts Oldtimer. Doch erfahren Sie dazu mehr in Teil II unserer Reihe „Damals“ und heute: Oldtimer im Wandel der Zeit...

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