Kunststoffprüfungen am E-Bike

DEKRA Expertentipp

Neben den sicherheitstechnischen Überprüfungen stehen auch die gesundheitlichen Aspekte bei der Prüfung von Fahrrädern, E-Bikes, Scootern und ihren Spielarten im Vordergrund. Hier sind vor allem die Schnittstellen zwischen Mensch und Fahrzeug interessant, also alle Bauteile aus Kunststoff oder Gummi, mit denen der Nutzer länger in Berührung kommt.

DEKRA überprüft dazu in ihrem akkreditierten Labor für Umwelt- und Produktanalytik in Stuttgart die chemische Sicherheit von Sätteln oder Griffen sowie deren Ausgangsmaterialien.

Chemische Untersuchungen

Dies kann bereits während der Produktentwicklung erfolgen, was den Herstellern unter Umständen teure nachträgliche Produktänderungen ersparen kann.

Die Grenzwerte für die Schadstoffbelastung sind in verschiedenen Verordnungen und Richtlinien geregelt, so etwa nach REACH. Danach dürfen Kunststoffteile nur eine bestimmte Menge an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) enthalten. Erzeugnisse dürfen nicht für die Öffentlichkeit in Verkehr gebracht werden, wenn eines ihrer Bestandteile, der bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung unmittelbar, länger oder wiederholt für kurze Zeit mit der menschlichen Haut in Berührung kommt, mehr als 1,0 mg/kg eines der als krebserregend eingestuften PAK abgibt. Gerade beim längeren Fahrrad fahren besteht ein Risiko des Übergangs von PAK durch Schweiß, Temperatur und Kontaktdauer.

Sind die Grenzwerte für Materialien gemäß AfPS GS 2014: 01 und gemäß REACH VO (EC) 1907/2006 Anhang XVII eingehalten, ist das Basismaterial zur Herstellung der Griffe oder Sättel geeignet. Neben den Fahrzeugteilen testet DEKRA in seinem Labor in Stuttgart auch Bekleidung, Helme und Zubehör auf ihren Schadstoffausstoß.

Ansprechpartner

Natalie Deubler

Labor Stuttgart

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DEKRA Automobil GmbH

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

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