Konventionelle ZfP

Von der Einzelprüfung bis zum Großanlagenstillstand

DEKRA zählt mit mehr als 4 Jahrzehnten an Erfahrung im Bereich der Zerstörungsfreien Prüfung in Deutschland zu den marktführenden Prüfdienstleistern

Konventionelle ZfP

Die Geschichte der DEKRA begann im Bereich der „Zerstörungsfreien Werkstoffprüfung“ offiziell zwar erst im Jahr 2008. Durch die Akquise erfahrener und regional marktführender Prüfdienstleister konnte aber innerhalb von wenigen Jahren einer der führenden Prüfdienstleister von Zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP) und Inspektionsdienstleistungen in Deutschland etabliert werden, welcher von seinen Kunden aufgrund seiner hohen Flexibilität, Zuverlässigkeit, Integrität und Qualität sehr geschätzt wird.

Entsprechend umfangreich sind das Produktportfolio und die Akkreditierungen, respektive Zulassungen, über die der ZfP-Bereich der DEKRA verfügt. Die Mitarbeiter von DEKRA sind ausgebildet gemäß ISO 9712, gemäß EN 4179 sowie SNT-TC-1A. Somit können wir auch sämtliche Prüfungen im Bereich des amerikanischen Regelwerks ASME, basierend auf unserer hauseigenen Written Practice, umsetzen. Die ZfP-Prüflaboratorien der DEKRA sind akkreditiert gemäß ISO/IEC 17025. Darüber hinaus ist DEKRA auch zertifiziert nach ISO 9001, für Prüfungen im nuklearen Bereich gemäß KTA 1401, für Prüfungen im Luft- und Raumfahrtbereich gemäß ISO 9100 und für Prüfungen im Bahnwesen gemäß DIN 27201(7). Abgerundet werden die vorgenannten Qualifikationen durch die Zertifizierung des internen Arbeitssicherheitsmanagement-Systems gemäß SCC-P.

DEKRA bietet das Gewerk der „Zerstörungsfreien Prüfung“ stationär an unseren Standorten an, als auch mobil bei unseren Kunden vor Ort.

Alle gemäß ISO /IEC 17025 als ZfP-Labor akkreditierten Standorte verfügen über Röntgenbunker und Oberflächenrissprüfeinrichtungen. Standortabhängig haben wir weitere ZfP-Prüfeinrichtungen, wie z.B. ein Prüflabor für Phased Array- und TOFD-Prüfungen am Standort Duisburg installiert. Darüber hinaus stehen alle anderen in unserem Produktportfolio vorhandenen Prüfverfahren an allen, gemäß ISO / IEC 17025-akkreditierten, ZfP-Standorten der DEKRA zur Verfügung. Um die Produktionsabläufe unserer Kunden möglichst effizient zu unterstützen und Produktionsstillstände aufgrund von Durchstrahlungsarbeiten nicht unnötig zu unterbrechen verfügen verschiedene ZfP-Standorte über Shuttle-Fahrzeuge, die Ihre Prüfteile bei Ihnen vor Ort abholen und nach erfolgter Prüfung zusammen mit der Dokumentation auch wieder bei Ihnen anliefern können. Die hohe Kundenorientierung ist ein wichtiger Vorteil für unsere Kunden.

Prüfobjekte, wie z.B. installierte Komponenten in einer Industrieanlage oder auch schwer transportable Prüfobjekte kann DEKRA selbstverständlich auch mobil bei Ihnen vor Ort prüfen. Mit Hilfe der DEKRA Labor- und Einsatzfahrzeugsflotte, die wir an allen unseren Standorten platziert haben, können wir fast alle Prüfungen in Ihrer Anlage oder Fertigung ausführen.

Im Falle von größeren Projekten ist die Einrichtung eines Stützpunktes wie z.B. bei der RWE in Niederaußem oder bei Bayernoil in Neustadt eine weitere Möglichkeit. Somit werden die Experten als externes Gewerk trotzdem zum Teil Ihres eigenen Produktionsablaufes, so dass alle Prüfungen umgehend vor Ort realisiert werden können.

Konventionelle ZfP

Die Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung ist ein bildgebendes Prüfverfahren bei dem Dichteunterschiede eindimensional in einer Projektionsaufnahme als Schwärzungsunterschiede dargestellt werden.

Die Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung wird durch DEKRA in all Ihren Varianten angeboten. Als Strahlenquelle kommen bei DEKRA Incos Röntgenröhren (-> Röntgenprüfung) sowie Selen- oder Iridium-Isotope (-> Durchstrahlungsprüfung) zum Einsatz. Bei der konventionelle als auch digitalen Radiographie (siehe digitale Durchstrahlungsprüfung) spielt es keine Rolle, ob die Prüfungen an einem DEKRA-Standort oder bei Ihnen vor Ort in der Produktion oder Anlage ausführen. DEKRA verfügt über alle relevanten Genehmigungen und Prüfequipments um jede Prüfaufgabenstellung zu realisieren.

Des Weiteren verfügt DEKRA Incos auch über mobile Röntgenfluoreszenzanalysatoren (RFA) um Verwechslungsprüfungen ortsunabhängig ausführen zu können.

Digitale Durchstrahlungsprüfung (D-RT)

Ebenso wie bei der konventionellen Durchstrahlungsprüfung, handelt es sich bei der digitalen Durchstrahlungsprüfung, oder auch Digitalen RT-Prüfung (DRT) um ein bildgebendes Verfahren bei dem Dichteunterschiede eindimensional in einer Projektionsaufnahme als Schwärzungsunterschiede dargestellt werden.

Neben der klassischen Röntgen- und Durchstrahlungsprüfung, die durch analoge Filmtechnik abgebildet wird, bietet DEKRA Incos ebenfalls die digitale Radiographie an, welche mittels digitalen Folien die Bildgebung umsetzt. Die Folien werden in der Folge eingelesen und können dann digital mittels eines Computers ausgewertet werden.

Bei der konventionelle als auch digitalen Radiographie spielt es keine Rolle, ob die Prüfungen an einem DEKRA Standort oder bei Ihnen vor Ort in der Produktion oder Anlage ausführen. DEKRA verfügt über alle relevanten Genehmigungen und Prüfequipments um jede Prüfaufgabenstellung zu realisieren.

Im Zeitalter der Digitalisierung ist die digitale Radiographie der erste Schritt Radiographie-Aufnahmen global verfügbar machen zu können und zu speichern.

Wenn sie analoge Filme ebenfalls Ihrem digitalen Archiv zuführen wollen, kann Ihnen DEKRA behilflich sein. Mittels unseres BAM-zugelassenen, digitalen Scanners können wir Ihre analogen Filme digital archivieren.

Digitalisierung von analogen Filmen

In Zeiten von Industrie 4.0 ist man immer mehr bestrebt Dokumentationen schnell und global zur Verfügung stellen zu können. DEKRA Incos verfügt über BAM-zugelassene Scanner, so dass wir Ihre analogen Filmbestände normgerecht digitalisieren können. Mit Hilfe von modernen Daten-Management-Systemen ist dieser wichtige Bestandteil Ihrer eigenen Dokumentation professionell organisiert und verfügbar. Fragen Sie die Experten der DEKRA Incos, wie wir Ihre Filmdokumentation effizient überführen können.

Ultraschallprüfung

Die Ultraschallprüfung ist ein akustisches Verfahren zum Auffinden von Materialfehlern mittels Ultraschall. Ebenso wie die Durchstrahlungsprüfung handelt es sich bei der Ultraschallprüfung um ein Volumenverfahren. Es wird also nicht die Oberfläche des Prüfstückes, sondern das gesamte Volumen auf Inhomogenitäten untersucht.

Die Ultraschallprüfung kann eingesetzt werden für die Schweißnahtprüfung, Blechprüfung und Wanddickenmessung, aber auch für die Prüfung von großvolumigen Schmiedestücken oder von Gussteilen.

Die Ultraschallprüfung oder auch UT-Prüfung ist aufgrund der Tatsache, dass kein Sicherheitsbereich eingerichtet werden muss, auch anwendbar, wenn der Produktionsprozess fortlaufen muss. Die Ultraschallprüfung hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung zugenommen.

Phased Array - Prüfung (PA-UT)

Die Phased Array-Prüfung ist wie das TOFD-Verfahren eine Variante der Ultraschallprüfung. Während bei der Ultraschallprüfung i.d.R. ein einzelner akustischer Impuls in das Prüfstück eingebracht wird, wird bei der Phased Array-Prüfung (auch Gruppenstrahlertechnik genannt) ein Bündel von Schallwellen in das Prüfstück eingebracht. Durch die Weiterentwicklung der Empfängertechnik vom Ultraschallgerät zum Phased Array-Gerät analysiert das Phased Array-Gerät die Bündel an Schallimpulsen und deren Verhalten im Prüfstück und kann somit sehr präzise Inhomogenitäten erkennen und darstellen. Die Geräte neuester Technik können diese Fehleranzeigen auch dokumentieren, was bei den Ultraschallgeräten alter Bauweise relativ umständlich war und i.d.R. nicht gemacht wurde. Insbesondere die Phased Array-Prüfung entlastet mehr und mehr zeitkritische Anlagenstillstände, in denen Röntgenfenster oft relativ kurz bemessen sind. DEKRA optimiert seit vielen Jahren das Phased Array-Verfahren und bildet seine erfahrenen Ultraschallprüfer kontinuierlich im Bereich Phased Array aus und weiter. Nachhaltige Prüfaussagen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer intensiven Ausbildung. Durch die beharrliche Ausbildung der ZfP-Prüfer der DEKRA schafft DEKRA die Sicherheit, die unsere Kunden benötigen.

Farbeindringprüfung (PT)

Die Eindringprüfung ist ein zerstörungsfreie Werkstoffprüf-Verfahren, bei dem die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt werden, um diese sichtbar zu machen. Unterschieden wird zwischen der Farbeindringprüfung und der fluoreszierenden Eindringprüfung. Aus der Beschreibung wird auch deutlich, dass hierbei nur der oberflächennahe Bereich eines Prüfstückes untersucht wird. Nach einer Vorreinigung wird auf die Oberfläche des Prüfstückes das Eindringmittel aufgebracht. Dieses dringt durch den Kapillareffekt in feine Risse oder Poren ein. Nachdem der Rest des Prüfmittels vorsichtig von der Oberfläche entfernt wird, trägt man einen Entwickler auf, der das Farbeindringmittel wieder aus den Poren und Rissen zieht. Hierdurch entstehen Anzeigen, die dann bewertet werden können. Die Farbeindringprüfung wird mit einem i.d.R. roten Farbeindringmittel durchgeführt. Daher kann dieses bei Tageslicht erfolgen. Die fluoreszierende Eindring-Prüfung verwendet ein fluoreszierendes Prüfmittel, welches in Dunkelheit und unter UV-Licht erheblich besser zu bewerten ist. Die entsprechenden Rahmenbedingungen müssen natürlich normgerecht geschaffen werden, was nicht immer möglich ist. DEKRA führt Eindringprüfungen und Farbeindringprüfungen mobil und auch stationär durch.

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung (auch Magnetpulverrissprüfung, MT-Prüfung, Fluxprüfung oder Fluxen genannt) ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nahe der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe.

Für die Prüfung muss das Werkstück magnetisiert werden. Bei großen Werkstücken, bei denen eine komplette Magnetisierung nicht möglich ist, wird nur der zu prüfende Teilbereich magnetisiert. Die durch die Magnetisierung entstehenden Feldlinien verlaufen parallel zur Oberfläche. Risse und oberflächennahe Fehlstellen, die quer zu den Feldlinien liegen, erzeugen ein magnetisches Streufeld. Das heißt, die Feldlinien treten auf der einen Seite der Fehlstelle aus dem ferromagnetischen Material aus und auf der anderen Seite wieder ein. Durch Verwendung eines Prüfmittels mit feinen magnetischen Teilchen, können Feldlinien sichtbar gemacht werden. Inhomogenitäten stören die Feldlinien und erzeugen somit eine Anzeige. DEKRA verfügt für die unterschiedlichsten Anwendungen über entsprechende Prüfgerätschaften Prüfobjekte zu magnetisieren oder mit Strom zu durchfluten. Entsprechendes Equipment um magnetisierte Prüfobjekte sind vorhanden. Da Magnetismus und Stromfluss auch negative Folgen für die Struktur eines Werkstoffes haben können, ist Sach- und Fachverstand bei der Auswahl des richtigen Verfahrens notwendig. Vertrauen Sie den Experten der DEKRA.

Visuelle Prüfung (VT)

Eine visuelle Prüfung im Bereich der konventionellen Prüfverfahren kann entweder nur mit dem menschlichen Auge erfolgen oder bei beschränkten Zugangsmöglichkeiten zum Prüfobjekt (z.B. Innenseite eines kleinen Rohres) mit Hilfsmitteln wie einem Endoskop erfolgen. Die visuelle Prüfung mit dem menschlichen Auge ist wohl das am meisten verbreitete Prüfverfahren, da jedes andere Prüfverfahren immer auch von einer visuellen Prüfung des Prüfobjektes begleitet werden soll. Ein Prüfstück, welches augenscheinlich Löcher aufweist, muss wohl kaum noch einer Farbeindringprüfung unterzogen werden, um kleine Poren zu finden. Doch auch wenn die VT-Prüfung vermeintlich einfach klingt, ist hier in besonderem Maße ein Knowhow zu den Materialien, die untersucht werden gefordert. Auch hier wirkt sich die umfassende Ausbildung der DEKRA positiv aus.

Die Dichtheitsprüfung (LT), auch i.d.R. bekannt als Helium-Lecktestprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Die Dichtheitsprüfung dient zur Kontrolle druckbeaufschlagter Systeme. Deren Zustand ist nur aufrechtzuerhalten, wenn im gesamten System keine Undichtigkeiten vorhanden sind. Hierzu wird das zu überprüfende System unter Über- oder Unterdruck gesetzt. Bei vorhandenen Leckagen ändert sich der Druckzustand des Prüfobjektes, wobei der Gradient der Druckänderung in Zusammenhang mit der Leckage-Rate steht.

Die Lecksuche oder auch „Bubble Test“ (BT) ist eine Teildisziplin der Dichtheitsprüfung. Bei der Lecksuche wird ein Lecksuchspray auf das Prüfobjekt aufgetragen. Durch oberflächliche Erzeugung eines Vakuums mit Hilfe von Vakuumbrillen entstehen bei Undichtigkeiten Luftbläschen im Lecksuchspray. Eine Undichtigkeit ist so schnell und einfach aufzufinden.

Auch wenn die Härteprüfung traditionell nicht den zerstörungsfreien Prüfverfahren zuzuordnen ist, hat die mobile Härteprüfung einen festen Platz im Produktportfolio der ZfP gefunden. Durch eine mobile Härteprüfung vor Ort können unsere Prüfer auch kurzfristig die Verwendung der richtigen Materialien beim Bau einer Industrieanlage überprüfen.

Verwechslungsprüfung (PMI)

Die Verwechslungsprüfung (PMI; engl. Positive Material Identification) hat die zerstörungsfreie und wirtschaftliche Überprüfung der chemischen Zusammensetzung von Materialien zum Ziel, um eine Verwechslung der eingesetzten Werkstoffe auszuschließen. PMI stellt also keine umfassende chemische Analyse dar.

PMI ist zunehmend in Projektspezifikationen und Kundenforderungen festgeschrieben, da enorme Schäden aus einer Verwechslung der Werkstoffe und Halbzeugmaterialien resultieren können.

Das gängigste und vielfach wirtschaftlichste Verfahren bei metallischen Werkstoffen ist die mobile Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Manche Werkstoffe, insbesondere Kohlenstoffstähle, erfordern jedoch zum sicheren Bestimmung den Einsatz des aufwendigeren Verfahrens mittels mobiler optischer Emissionsspektralanalyse (OES).

DEKRA verfügt über handgeführte RFA-Geräte, sowie mobile OES-Spektrometer, die erforderlichen zertifizierten Referenzmaterialien und das erfahrene und zertifizierte Personal. Damit kann DEKRA Sie bei Ihnen vor Ort, aber auch in unseren Einrichtungen, kostengünstig und schnellstmöglich unterstützen.

Bei der Wirbelstromprüfung (ET) wird der Effekt ausgenutzt, dass die meisten Verunreinigungen und Beschädigungen in einem elektrisch leitfähigen Material auch eine andere elektrische Leitfähigkeit oder eine andere Permeabilität als das eigentliche Material haben. Die Wirbelstromprüfung ist daher ein Oberflächenverfahren, welches maßgeblich für die Identifikation von Rissen aber auch zur Schichtdickenmessung angewandt wird.

Kontakt

Bernhard Rauch

Leiter ZfP Ingolstadt

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+49.841.96698-14
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DEKRA Incos GmbH

Bunsenstraße 29

85053 Ingolstadt

Michael Veit

Leiter ZfP Duisburg

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+49.2065.9974-22
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DEKRA Incos GmbH

Mausegatt 12

47228 Duisburg

Patrick Schmidt

Prüfaufsicht

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+49.8166.993570-12
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DEKRA Incos GmbH

Kesselbodenstraße 6

85391 München (Allershausen)

Ralf Bleich

Standortleiter Karlsruhe

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+49.721.573911
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DEKRA Incos GmbH

Fettweisstraße 2d

76189 Karlsruhe

Stephanie Schmidt

Labor für Werkstofftechnik und Schadensanalytik

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+49.681.5001-137
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DEKRA Automobil GmbH

Untertürkheimer Str. 25

66117 Saarbrücken

DEKRA Automobil: Nicht akkreditiert gemäß ISO / IEC 17025 als Prüflaboratorium für Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung sowie nach SCC-P, KTA 1401, ISO 9100 und DIN 27201.7

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