Information für Interessenten zur Prüfung von Corona-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA)

Problemstellung

Prüfung Corona-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA) DEKRA

Derzeit ist es schwierig Atemschutzmasken auf dem deutschen Markt verfügbar zu machen und den Bedarf der Bevölkerung im Sinne des Infektionsschutzes zu decken. Um hier Abhilfe zu schaffen sollen Lagerbestände oder Masken, die kein gültiges CE Zertifikat haben (z.B. von Herstellern, welche bisher keine PSA gefertigt haben oder importierte Masken) dem Markt verfügbar gemacht werden. Die Bundesregierung hat deshalb auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes die Medizinischer Bedarf Versorgungssicherstellungsverordnung – MedBVSV erlassen. Auf Basis des § 9 MedBVSV kontrollieren nun die Marktaufsichtbehörden die Verkehrsfähigkeit so genannter Corona-Pandemie Atemschutzmasken (CPA).

Vereinfachtes Prüfverfahren

Zur Kontrolle der Mindestanforderungen hinsichtlich der Eignung zum Infektionsschutz hat die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) mehrere deutsche Prüfstellen gebeten, einen Prüfgrundsatz zu erarbeiten, welcher die Mindestanforderungen an Corona-Virus Pandemie Atemschutzmasken (CPA) für den Infektionsschutz beschreibt. Der Prüfgrundsatz basiert auf dem Prüfgrundsatz Revision 1, der auf Grundlage der EU Empfehlung (EU) 2020/413 erstellt wurde und am 20.3.2020 von der ZLS freigegeben wurde. Die neue Version dieses Prüfgrundsatzes (Revision 2) wurde am 02.06.2020 von der ZLS veröffentlicht.

Den Prüfgrundsatz können Sie hier herunterladen:

Details des Verfahrens

CPA werden im Rahmen des Verfahrens nicht zertifiziert. DEKRA und IFA prüfen Masken gegen diesen Prüfgrundsatz und erstellen einen Prüfbericht und ein Bewertungsschreiben. Dieses Bewertungsschreiben wird der ZLS übermittelt, welche die Marktaufsichtsbehörden darüber informiert, dass sie die geprüften Masken ausnahmsweise bis zum Ende der Pandemie nicht vom Markt nehmen müssen, was eigentlich zu veranlassen wäre, da diese Masken kein EU-Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen haben. Herr des Verfahrens ist die ZLS, DEKRA und IFA handeln lediglich als Prüflabore.

Wesentliche Unterschiede zum alten Prüfgrundsatz

Die gesetzliche Grundlage des neuen Prüfgrundsatzes ist die MedBVSV. Ziel der Verordnung ist der Infektionsschutz der Bevölkerung. Eine CPA Maske soll gemäß Abschnitt 2.7 des Prüfgrundsatzes ausschließlich als solche gekennzeichnet sein. Deshalb ist jegliche Form von irreführender Kennzeichnung wie bspw. die Kennzeichnung als FFP 2 oder FFP 3 Maske, ein Hinweis auf die EN 149 oder die Anbringung eines CE Zeichens auf der Umverpackung oder der CPA Maske selbst nicht mehr erlaubt.
Bitte überprüfen Sie daher vor unserer Beauftragung und dem Versenden von Prüfmustern, ob Verpackung oder die Maske Kennzeichnungen aufweisen, die nach Abschnitt 2.7 des Prüfgrundsatzes nicht erlaubt sind.

Paraffin oder NaCl

Der Filterdurchlass der Maske kann wahlweise mit einem Paraffinöltest oder einem NaCl Test durchgeführt werden. Kunden können auf Wunsch auch beide Tests durchführen lassen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

DEKRA Testing and Certification GmbH

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Labor für Produktprüfung

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+49.711.7861-3454
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Technische Bearbeitungszeit: 6 Werktage

Lieferzeiten werden individuell bestätigt.

Prüfmusteranzahl: Für die Prüfung benötigen wir von Ihnen mindestens 3 verschiedenen Verpackungseinheiten, aus denen wir mindestens 21 Prüfmuster entnehmen können.

Bitte schicken Sie uns keinesfalls unaufgefordert Prüfmuster!

Beachten Sie bitte auch die gemeinsame Stellungnahme der beteiligten Prüfstellen zum Umgang mit dem neuen Prüfgrundsatz:

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