Ticket in die Zukunft: Artemisa träumt vom Job in Deutschland

12. Feb. 2026

Ein Uni-Abschluss als Voraussetzung für den Beruf: In Albanien ist die Akademisierung der Pflege schon weit vorangeschritten. Wer nach Bachelor oder Master seine Chancen auf Einstellung verbessern will, schaut nach Deutschland, wo Fachkräfte dringend gebraucht werden. DEKRA hilft mit dem „Expert Migration“ -Programm beim Erwerb der notwendigen Sprach- und Kulturkenntnisse und vermittelt Kontakte zu Pflegeeinrichtungen und Kliniken.

Erste Schritte ins Berufsleben in Hamburg

Ihre Zukunft in Deutschland sieht die Krankenschwester Artemisa Lala voller Möglichkeiten: Die 21-Jährige aus Tirana möchte nach Hamburg, ins Pflegeheim Pro Seniore Residenz. Ihren Arbeitsvertrag hat sie schon in der Tasche, im Sommer 2026 soll es los gehen. „Dort kann ich meine ersten Schritte ins Berufsleben machen und gleichzeitig meine Kenntnisse der deutschen Fachbegriffe vertiefen“, sagt sie bestimmt.
Später will sie als examinierte Krankenschwester arbeiten. Warum zieht es sie und viele ihrer Mitschülerinnen nach Deutschland? „Ich habe viel über das gut organisierte Gesundheitswesen dort gehört. Ich kann dort viel mehr lernen, dazu neueste medizinische Geräte und Verfahren ausprobieren. Und natürlich ist die Bezahlung viel besser. In Albanien dagegen sind meine beruflichen Chancen eher schlecht.“

Das Expert Migration Programm von DEKRA als Chance

Durch Kommilitoninnen ist Artemisa auf das „Expert Migration“-Programm von DEKRA aufmerksam geworden: Dort werden junge Leute mithilfe einer Übungs-Pflegestation während eines mehrmonatigen Trainings darauf vorbereitet, in ihrem Beruf auf Deutsch zu kommunizieren – mit Kolleginnen, Patienten, Ärzten und Angehörigen.
Im zweiten Stock eines Hochhauses im Zentrum Tiranas warten ein Pflegebett, Übungspuppen, medizinische Geräte und Hilfsmittel für die Pflege alter und kranker Menschen auf die jungen Fachkräfte – wie auf einer echten Station.

Das Expert Migration Programm von DEKRA als Chance

Durch Kommilitoninnen ist Artemisa auf das „Expert Migration“-Programm von DEKRA aufmerksam geworden: Dort werden junge Leute mithilfe einer Übungs-Pflegestation während eines mehrmonatigen Trainings darauf vorbereitet, in ihrem Beruf auf Deutsch zu kommunizieren – mit Kolleginnen, Patienten, Ärzten und Angehörigen.
Im zweiten Stock eines Hochhauses im Zentrum Tiranas warten ein Pflegebett, Übungspuppen, medizinische Geräte und Hilfsmittel für die Pflege alter und kranker Menschen auf die jungen Fachkräfte – wie auf einer echten Station.

Alma Kosova bereitet Pflegekräfte auf Deutschland vor

Erfahrene Lehrerinnen wie Alma Kosova bringen ihre Schülerinnen und Schüler hier in mehreren Monaten bis auf Sprachniveau Deutsch B2 – was Voraussetzung ist, um als Pflegehilfskraft in Anerkennung und später als Pflegefachkraft zu arbeiten. Die 50-Jährige ist seit zehn Jahren bei DEKRA Expert Migration – nach wie vor mit viel Leidenschaft: „Menschen durch Sprache zu fördern, zu motivieren und auf ihren neuen Lebensabschnitt vorzubereiten, liegt mir sehr am Herzen“, sagt sie.
So ganz nebenher hat die studierte Dolmetscherin und Pädagogin auch selbst viel dazu gelernt: „Die deutsche Fachsprache im klinischen Bereich war anfangs schon eine Herausforderung. Mittlerweile bin ich dadurch fast selbst zur Pflegekraft geworden“, lacht sie. „Aber im Ernst: Das Schönste an meiner Tätigkeit ist die abwechslungsreiche Arbeit und die Kommunikation mit den jungen Menschen.“

Praxisnaher Unterricht und flexible Zeiten für angehende Pflegekräfte

Um den Arbeitszeiten der zumeist berufstätigen Pflegekräfte gerecht zu werden, bietet DEKRA den Unterricht von 9 bis 12 Uhr und dann wieder von 17 bis 20 Uhr an. Alma Kosova und rund 20 Trainerinnen und Trainer vermitteln die Lerninhalte nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch anhand von Rollenspielen. Diese sind an typische Alltagssituationen angelehnt: „Die Schüler schlüpfen in die Rolle von Patientin oder Patient, sie spielen Angehörige, Arzt oder Ärztin und natürlich die Pflegefachkraft. Wir geben ihnen einen bestimmten Klinikfall vor, und dann wird diese Situation auf Deutsch durchgespielt: Begrüßung, Beschwerden diskutieren, alle Maßnahmen durchführen von der Grundpflege bis zur Dienstübergabe. Dabei trainieren wir das praktische Wissen und die Sprachfähigkeit gleichzeitig“, erzählt sie.
Sobald die Teilnehmenden auf dem A2 bzw. B1-Sprachniveau angekommen sind, bringen ihre Trainerinnen und das Expert Migration Team Deutschland sie in Kontakt mit den Pflege- und Altenheimen sowie Krankhäusern und REHA-Zentren, die am Programm teilnehmen. „Die Pflegeeinrichtungen und Kliniken stellen sich bei unseren Teilnehmenden in Präsentationen vor. Aufgrund des Fachkräftemangels können die Albanerinnen und Albaner nahezu beliebig auswählen, wo sie dann hinmöchten.“

Die neuen Pflegekräfte überzeugen mit Wissen und Engagement

Florian Mann, Einrichtungsleiter der AWO Unterfranken, bestätigt den guten Ruf des Expert Migration-Programms von DEKRA in deutschen Pflegeheimen. Die Einrichtung in Wörth am Main, die er leitet, hat bereits sieben Fachkräfte aus Albanien angestellt. „Wir haben absolut positive Erfahrungen gemacht. Besonders auffällig ist das große theoretische Wissen, das sie schon mitbringen. Alle bisherigen Kandidaten überzeugten uns durch ihre Lernwilligkeit und ihren absolut korrekten und respektvollen Umgang mit Bewohnern, Angehörigen und andern Pflegenden.“ Auf Fachtagungen sei dieser Weg, an kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kommen, ein absolutes Thema – auch weil es schwer sei, hier an gutes Pflegepersonal zu kommen.
Häuser in kleineren Städten sind bei den albanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beliebt, die meisten zieht es aber doch in größere Städte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, weiß Alma Kosova: „Dort haben sie oft schon ein Netzwerk aus Freunden und Bekannten.“ Teilnehmerin Artemisa wählte Hamburg, weil ihr Verlobter dort schon auf sie wartet. Das Programm von DEKRA ist ihr Ticket in eine gute Zukunft: „Alles war sehr klar aufgebaut, sprachlich wie fachlich. Ich bin jetzt schon auf B1-Niveau, entwickle mich aber schnell weiter und freue mich schon auf Deutschland und mein neues Leben dort.“