Sicheres Arbeiten vor dem Covid-19-Hintergrund stellt eine große Herausforderung an die gesamte Arbeitsschutzorganisation dar. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Arbeitsschutzausschüssen beim Bundesarbeitsministerium unter Koordination der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erstellte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthält zu diesem Zweck zahlreiche technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen: So zum Beispiel, dass in der Firma ein direkter Kontakt der Mitarbeiter untereinander im Idealfall zu vermeiden ist. Und dass andernfalls entsprechende Schutzausrüstung bereitgestellt wird. Oder dass Büroarbeiten gänzlich im Homeoffice stattfinden sollten.
Oberste Maxime ist es dabei stets, die Beschäftigten bestmöglich vor dem Virus zu schützen. Die DEKRA Befragung durch forsa hat sich auch diesem Themenkomplex gewidmet. Dabei zeigte sich unter anderem, dass seit Beginn der Corona-Pandemie 78 Prozent der Befragten weiterhin (auch) am Arbeitsplatz im Betrieb tätig sind. 32 Prozent arbeiten (auch) im Homeoffice, zehn Prozent an anderen Orten wie zum Beispiel im Außendienst oder auf Baustellen. Das Homeoffice nutzen vor allem diejenigen, die normalerweise in einem Büro arbeiten. Von den Arbeitern beziehungsweise den Befragten aus den Bereichen Handel und Außendienst sowie Bildung und Gesundheit arbeitet kaum jemand im Homeoffice.
Gut geschützt in der Firma wie im Homeoffice
Was den Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus am Arbeitsplatz anbelangt, gibt die große Mehrheit der Befragten (95 Prozent) an, ihr Unternehmen habe zusätzliche Hygienemaßnahmen wie bereitgestelltes Desinfektionsmittel, Maskenpflicht oder regelmäßiges Lüften ergriffen.
Insgesamt fühlen sich 73 Prozent der Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz sehr gut vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt und 72 Prozent geben an, dass die Reinigungsmaßnahmen ausreichend sorgfältig und hygienisch erfolgen. Bei 65 Prozent wurden bauliche oder organisatorische Veränderungen vorgenommen, wie beispielsweise vergrößerte Abstände zwischen den Arbeitsplätzen und Trennscheiben oder individuelle Arbeitsmittel eingeführt. Dass ihr Arbeitgeber alles Notwendige getan hat, um die Mitarbeiter bestmöglich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, geben allerdings Befragte, die im Bereich Bildung und Gesundheit arbeiten (Krankenhaus, Arztpraxis, Schule oder Kindertagesstätte), seltener an als Befragte aus einem anderen Arbeitsumfeld.
Dass sie, wenn sie frei wählen könnten, bevorzugt nicht am Arbeitsplatz im Betrieb, sondern lieber im Homeoffice arbeiten würden, um sich noch besser geschützt zu fühlen, geben im Durchschnitt 38 Prozent der Befragten an. Mit 45 Prozent würden sich vor allem jüngere, unter 35 Jahre alte Befragte etwas häufiger für die Arbeit im Homeoffice entscheiden. 97 Prozent derjenigen, die (auch) im Homeoffice arbeiten, fühlen sich dort sehr gut vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt.